Kesternich: Guido und Beate lassen im Jubiläumsjahr das „Dorf mit K“ erbeben

Kesternich : Guido und Beate lassen im Jubiläumsjahr das „Dorf mit K“ erbeben

In ihrer Jubiläumssession (66 Jahre) ließen die Kester Lehmschwalbe es in mehrfacher Hinsicht auf ihrer Prinzenproklamation krachen. Ein Spitzenprogramm, bei dem von der ersten bis zur letzten Darbietung ein Höhepunkt den anderen jagte, begeisterte die kostümierten Jecken, so dass im Zelt eine Superstimmung herrschte. Fastelovend pur!

Und als wäre das noch nicht genug, zauberte Prinzenmacher Manfred Niessen dann auch noch zur allgemeinen Überraschung ein Prinzenpaar von Vollblutkarnevalisten aus dem Hut. Die Kesternicher Höhe bebte, als Guido und Beate Lennartz am Samstagabend das Festzelt betraten.

Tollitäten aus Eicherscheid

Die beiden Sympathieträger stellten an diesem Abend alle anderen Programmpunkte nebst „Schmitz Backes“ in den Schatten, so dass der Ausruf von Sitzungspräsident Rolf Schneider „Dreimohl van Hätze Alaaf“ den Nagel auf die Pappnase traf. Auch wenn die Prinzenresidenz der Tollitäten in Eicherscheid steht, sind sie im Kesternicher Vereinsleben fest integriert. Guido I. ist seit 2003 aktiv in der KG tätig (Funkengardist) und seit 2012 Vorstandsmitglied bei den Lehmschwalbe. Der gelernte Tischler, der bei der Firma Display International als Montageleiter arbeitet, ist im Verein zudem Programmgestalter, Vizepräsident und betreut Tanzgarde und Mariechen. Darüber hinaus lässt er seine kraftvolle Stimme in der hauseigenen Vereinsband „Die Jecke“ ertönen und ist im „Stammtisch Eifeler Karnevalisten“ aktiv.

Rolf Schneider hielt zu den Hobbys des gebürtigen Strauchers fest: „Karneval, Karneval und ab und zu fährt er ein bisschen Fahrrad“.

Prinzessin Beate I., Raumausstatterin mit Meisterbrief, gehört seit 2009 ebenfalls zu den Aktiven der Lehmschwalbe (Bläck Jeck Wiever) und verwirklicht ansonsten ihr künstlerisches Talent in dem von ihr betriebenen „Dekowerk Lennartz“. Das Prinzenpaar hat im Übrigen zwei kleine Töchter, die schlichtweg hin und weg darüber waren, was ihr Papa und ihre Mama da plötzlich für Kostüme anhatten. Bezüglich der Kostümierung wird man sich in Kesternich schließlich orientalisch einstellen müssen, da es die Tollitäten nach ihrem Sessionsmotto „Tausend und eine Nacht“ krachen lassen wollen.

Zum gut gehüteten Geheimnis um seine Proklamation von Guido I. war auch Band-Chef Udo Leuchtenberg von den Jecke baff: „Der hat auch uns kein Wort gesagt“. Wozu Guido Lennartz am Ende erleichtert anmerkte: „Gottseidank muss ich diesbezüglich nicht mehr lügen.“ (Bericht über die Sitzung folgt)

(ho)
Mehr von Aachener Nachrichten