Simmerath: Grundschul-Sanierung: Kein Geld mehr aus dem Konjunkturpaket II

Simmerath: Grundschul-Sanierung: Kein Geld mehr aus dem Konjunkturpaket II

Die Zukunft der Grundschule in Simmerath ist offen und ungewiss, das heißt: Es ist durchaus möglich, dass die Grundschule künftig im Gebäude der jetzigen Hauptschule untergebracht wird. Entschieden ist dies bislang jedoch nicht.

Die Konsequenz daraus: Die Gemeinde wird kein Geld aus dem Konjunkturpaket II in die Grundschule an der Bickerather Straße 5 investieren, so hat es nun der Struktur- und Hochbauausschuss beschlossen. Zunächst war vorgesehen, 100.000 Euro in die energetische Sanierung der Grundschule zu investieren. Das Geld soll nun anderweitig in Maßnahmen des Investitionsschwerpunktes Bildung genutzt werden.

Würde die Gemeinde Mittel aus dem Konjunkturpaket für die Sanierung der Grundschule ausgeben und würde die Grundschule dann später in die Hauptschule umziehen, dann müsste die Gemeinde den Zuschuss samt Zinsen zurückbezahlen, erläutert Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns.

Sollte die Grundschule künftig im Gebäude der Hauptschule untergebracht werden, dann plant die Gemeinde, das Gebäude der ehemaligen Berufsschule an der Bickerather Straße 1 zu verkaufen. Dort sind derzeit die Bücherei der Gemeinde und Vereinsräume untergebracht. Die sollen dann ins Haus der jetzigen Grundschule umziehen. Weil aber in dieser Sache noch keine Entscheidung gefallen ist, hat der Ausschuss entschieden, die bereits genehmigten Mittel für die energetische Sanierung der früheren Berufsschule um 34.000 auf nunmehr 36 000 Euro zu reduzieren.

Geplant war, in diesem Gebäude Türen und Fenster auszutauschen. Die Gemeinde will mit diesem Beschluss bei einem Verkauf des Gebäudes die Rückerstattung der Mittel so gering wie möglich halten. Eine Rückzahlung der bereits investierten 36.000 Euro wäre hinfällig, würde es gelingen, die ehemalige Berufsschule an einen Verein zu vermieten oder zu verpachten, was von der Verwaltung aber als „schwierig” angesehen wird.

An die Hauptschule in Simmerath wird eine Mensa angebaut, dazu hat der Ausschuss in nicht öffentlicher Sitzung mehrere Aufträge vergeben. Zu den Gesamtkosten von 200.000 erhält die Gemeinde einen Landeszuschuss von 100.000 Euro. Den Auftrag hat eine Firma aus Willich erhalten, Firmen aus der Nordeifel hatte sich nicht um den Auftrag beworben, dies gilt auch für weitere Aufträge im Rahmen der Sanierung der Hauptschule samt Zweifach-Sporthalle und Mensa.

Mit den Gerüstarbeiten wurde für 50.000 Euro eine Firma aus Herzogenrath betraut, die Abbruch- und Rohbauarbeiten wird für rund 400.000 Euro eine Firma aus Troistorf erledigen. Eine Firma aus Herzogenrath wurde für rund 500.000 Euro mit dem Austausch der Fenster beauftragt. Bürgermeister Hermanns: Die Ausschussmitglieder waren „sehr verwundert” darüber, dass einheimische Firmen für diese Aufträge keine Angebote abgegeben haben. Die energetische Sanierung des gesamten Komplexes ist auf etwa 6,5 Millionen Euro veranschlagt.