Monschau: Grüne fordern ehrliche Bilanz: Was bringt der Tourismus in der Eifel?

Monschau: Grüne fordern ehrliche Bilanz: Was bringt der Tourismus in der Eifel?

Dass die Zukunft der Stadt Monschau im Tourismus liegt, davon ist der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Werner Krickel, überzeugt. Dies machte er auch in seiner Haushaltsrede in der letzten Ratssitzung deutlich. Das gelte nicht nur für die Altstadt, sondern immer mehr auch für die „Dörfer”.

Der Naturtourismus in Monschau nehme zu und immer mehr Betriebe würden entstehen und Arbeitsplätze vor Ort schaffen. Andererseits wandele sich der Tagestourismus im historischen Stadtkern, erklärte Krickel.

Der Haushaltssanierungsplan (HSP), den der Stadtrat verabschiedet hat, treffe auch im Bereich des Tourismus einige Maßnahmen. Dazu gehören zum Beispiel die Erhöhung der Parkgebühren, die Anhebung der Gebühren für die Außengastronomie und die Reduzierung des Sachaufwands für den Tourismus. „All das reicht aber auf lange Sicht nicht aus”, sagte Krickel. „Um die touristische Zukunft der Stadt auf ein sicheres Fundament zu stellen, ist es zu wenig, hier und da ein kleines Rädchen zu verstellen. Notwendig ist aus unserer Sicht, einmal eine ?Gesamtschau zu erstellen.”

Dazu gehört für den Fraktionsvorsitzenden der Grünen eine „ehrliche und offene Tourismusbilanz”, aus der hervorgeht, was der Tourismus kostet und was er bringt. Ebenso dazu gehöre auch eine offene Diskussion über die Frage, „wie wir uns die touristische Entwicklung der nächsten zehn bis zwanzig Jahre vorstellen”. Diese Diskussion müsse gemeinsam zwischen Politik, Gewerbetreibenden und der Bevölkerung geführt werden, sonst sei eine Lösung nur schwer vorstellbar. Krickel regte daher an, dass die Stadt Monschau im kommenden Jahr gemeinsam mit allen touristischen Betrieben ein entsprechendes Forum schaffen soll.

Wir bieten unseren Lesern bereits jetzt ein Forum, in dem sie über die Monschauer Altstadt und den Tourismus diskutieren können. Sie sind eingeladen, auf der Internetseite www.eifeler-meinung ihre Sicht der Dinge darzulegen - nicht nur zur Monschauer Altstadt.