Roetgen: Gründung des JFV Roetgen/Rott ist für FC-Jugend alternativlos

Roetgen : Gründung des JFV Roetgen/Rott ist für FC-Jugend alternativlos

Gerne hätte der Jugendleiter des FC Roetgen, Marco Recchioni, am Freitagabend im Vereinsheim des FC Roetgen ein paar Jugendliche mehr begrüßt, aber leider war der Besuch des Vereinsjugendtages nur recht spärlich.

Der Rückblick des Jugendleiters fiel im sportlichen Bereich recht positiv aus, denn die SG Roetgen/Rott konnte nach der vergangenen Saison mit vier Mannschaften die Meisterschaft feiern. 32 Trainer kümmern sich bei der Spielgemeinschaft um 260 Jugendspieler, von denen 195 aus Roetgen und 65 aus Rott kommen. Als „beängstigend und zum Nachdenken“ bezeichnete Marco Recchioni die rückläufige Tendenz im Jugendbereich.

Im Jahr 2006 waren noch 335 Jugendspieler für den FC Roetgen unterwegs, jetzt sind es leider nur noch 195. Aufgrund des veränderten Freizeitverhaltens und auch wegen der Konkurrenz aus anderen Orten sind auch die Zahlen des internationalen Pfingstturniers rückläufig. Im vergangenen Jahr nahmen nur noch 64 Mannschaften mit knapp über 600 Jugendspielern am Turnier teil, in den Jahren zuvor waren es meistens über 80 Mannschaften mit mehr als 800 Jugendspielern.

Durchaus positiv hörten sich die Tätigkeitsberichte der Trainer aus den einzelnen Mannschaften an. Leider muss die Spielgemeinschaft sich schon ab der C-Jugend gegen der Abwerbeversuche anderer Vereine erwehren. „Es gibt zwar einen Ehrenkodex, aber daran halten sich die wenigsten“, ärgert sich der Roetgener Jugendleiter, dass man in den letzten Jahren schon einige Talente in den Aachener und Stolberger Raum abgeben musste.

Nachdem der Jugendvorstand einstimmig entlastet worden war, leitete Marco Cosler die Wahl des Jugendleiters. Einstimmig wurde Marco Recchioni wiedergewählt. Ohne Gegenstimme wurden auch der stellenvertretende Jugendleiter Marcel Scheuver und Jugendgeschäftsführer Ralph Zerlik wiedergewählt.

Nach den Wahlen nahm Marco Recchioni Stellung zum Konzept der Bildung eines Jugendfördervereins (JFV) mit dem SV Rott. Anhand eines kleinen Films und einiger Folien machte er deutlich, wie wichtig die Bildung eines JFV für beide Vereine ist. Die Jahreshauptversammlung des FC Roetgen am Freitag, 23. März, muss letztendlich darüber entscheiden ob es den JFV mit dem SV Rott gibt.

Im Jugendvorstand und auch bei den Jugendbetreuern des FC Roetgen weiß man, dass die Bildung des JFV zwingend erforderlich ist, denn als Spielgemeinschaft dürfen die Mannschaften nur auf Kreisebene bis zur Sonderliga spielen. Als Jugendförderverein dürften die Jungs aus Roetgen und Rott aber auch in höheren Ligen auf Mittelrheinebene spielen.

„Wir müssen den JFV bilden, damit auch unsere Talente die Möglichkeit haben, bei uns höher zu spielen“, wollen Marco Recchioni und sein Team schon in der nächsten Saison als JFV Roetgen/Rott auflaufen.

(kk)
Mehr von Aachener Nachrichten