Großflächige Plakate in Imgenbroich sind unzulässig

Anwohner in Imgenbroich sauer : Illegale Werbetafeln im Vorgarten sorgen für Wirbel

Große Werbetafeln sorgen in Imgenbroich für Wirbel. Sie stehen in zwei Vorgärten in einem Wohngebiet, sind nachts beleuchtet – und an dieser Stelle gar nicht zugelassen.

Die Mitarbeiter der Städteregion fühlen sich in Imgenbroich bisweilen an die Fabel vom „Wettlauf des Hasen mit dem Igel“ erinnert. Schuld sind die großflächigen Werbe-Stellwände in der Grünentalstraße, die dort gerade in zwei Vorgärten stehen und sogar nachts beleuchtet werden. „Wir waren zuletzt vor einigen Wochen vor Ort. Damals waren die Plakate gerade wieder entfernt worden“, sagt Pressesprecher Detlef Funken.

Der Imgenbroicher Ortsvorsteher Peter Weber (CDU) hatte seinerzeit das Ordnungsamt der Stadt Monschau über die Werbung informiert. „Ich finde das ausgesprochen seltsam. Solche Plakate sind dort immer wieder aufgetaucht und schnell wieder verschwunden.“

Für Letzteres gibt es nach Ansicht der Städteregion einen einfachen Grund: Dem Auftraggeber sei offenbar klar, dass Werbung an dieser Stelle unzulässig sei. „Der Bereich in der Grünentalstraße ist typisches Kleinsiedlungsgebiet“, erklärt Funken. Dort sei Werbung nur „an der Stätte der Leistungerbringung gestattet“. Typisches Beispiel: der mittelständische Schreiner, der an der Straße auf seinen Betrieb mit einem Schild aufmerksam macht. Funken: „Ein derart großes Plakat ist aber grundsätzlich genehmigungspflichtig und auch nur in Misch- oder Kerngebieten auf Antrag erlaubt.“

Ein typisches Mischgebiet sei zum Beispiel die Bundesstraße in Roetgen. Kerngebiete gebe es in der Eifel eigentlich nicht – das Rathausquartier in Eschweiler nennt Funken als Beispiel. „Wenn man bedenkt, dass die Grünentalstraße aufgrund der Sperrung derzeit eigentlich nur von Anwohnern genutzt wird, dann ist diese Werbung auch noch völlig sinnfrei“, meint CDU-Mann Weber.