Imgenbroich: Großeinsatz nach Familienstreit und Kindesentführung

Imgenbroich: Großeinsatz nach Familienstreit und Kindesentführung

Imgenbroich kommt nicht zur Ruhe. Nach dem gescheiterten Raubüberfall auf eine Tankstelle am Dienstagabend und der Messerattacke in der Nacht zum Donnerstag gab es am Freitag erneut einen Großeinsatz der Polizei im Monschauer Stadtteil.

In einer größeren Aktion hat die Polizei am Morgen in Imgenbroich einen 20-jährigen Familienvater festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, seine 25-jährige Ehefrau in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gefesselt, geschlagen und bedroht zu haben. Darüber hinaus soll er gedroht haben, den gemeinsamen dreijährigen Sohn mit einem Schal zu erwürgen. Erst am Freitagmorgen hatte der Mann die Fesseln gelöst und die Wohnung verlassen.

Als er gegen 10 Uhr zurückkehrte, eskalierte die Situation. Die 25-Jährige flüchtete nach draußen. Ihr Mann drohte zwischenzeitlich das gemeinsame Kind mit einem bereits umgelegten Schal zu erdrosseln. Als die Polizei anrückte, flüchtete der Mann mit dem Kind, kam jedoch nach einer Weile zurück.

Dabei wurde er dann von den Polizisten überwältigt und festgenommen. Mutter und Kind wurden zur ärztlichen Untersuchung in ein Krankenhaus gefahren. Sie sind nach derzeitigen Erkenntnissen leicht verletzt. Gegen den 20-jährigen Familienvater läuft nun ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Freiheitsberaubung.

(hes/pol)