Nordeifel: Grippewelle streift die Eifel nur leicht im Vorübergehen

Nordeifel : Grippewelle streift die Eifel nur leicht im Vorübergehen

Sprunghaft angestiegen ist laut einer Mitteilung des Robert-Koch-Institus (RKI) seit Anfang Februar 2018 die Zahl der Grippeerkrankungen in NRW. In der letzten Januarwoche seien bundesweit 9000 neue Fälle gemeldet worden. Die Regionen Münsterland, Sauerland und Eifel seien besonders vom Ausbreiten der Grippewelle betroffen, hieß es weiter in der RKI-Mitteilung.

Eine Umfrage der Lokalredaktion Nordeifel in verschiedenen Einrichtungen ergab allerdings ein etwas differenzierteres Bild.

Am Monschauer St.-Michael-Gymnasium kann man in Bezug auf eine Häufung von Erkrankungen bei Lehrern und Schülern „keine Auffälligkeiten“ notieren. Am Dienstag fehlten laut Auskunft des Schulsekretariates rund 25 der insgesamt rund 800 Schüler krankheitsbedingt infolge von Erkältungskrankheiten und Magen-Darm-Infekten. Das seien zwar mehr Krankheitsfälle als im Sommer, aber im Winter sei der jetzige Krankenstand „völlig normal“, so die Auskunft.

Gar nur zwei bis drei Schüler fehlten am Dienstag krankheitsbedingt an der Sekundarschule Simmerath. „Das könnte nach Karneval aber schon wieder anders aussehen“, hieß es von Seiten der Schule.

Auch beim RKI geht man davon aus, dass die Grippewelle noch lange nicht zu Ende ist. Mit einer Ausbreitung über einen Zeitraum von weiteren sechs bis acht Wochen sei zu rechnen.

Zwei nachgewiesene Fälle

Die Zahl der Grippefälle in der Eifel sei aktuell „unterdurchschnittlich“, teilt das Gesundheitsamt der Städtregion auf Anfrage der Lokalredaktion mit. Statistisch bewegten sich die aktuellen Zahlen der Influenza „in einem unauffälligen Rahmen“, heißt es. Bis dato seien städteregionsweit (incl. Aachen) in dieser Saison 84 Influenza-Fälle gezählt worden. 2016/2017 waren es insgesamt 174 Fälle. Die Saison wird immer von Sommer bis Sommer gerechnet.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt seien erst zwei nachgewiesene Influenza-Fälle aus den drei Eifelkommunen Monschau, Roetgen und Simmerath bekannt geworden. Die Nordeifel wird von der Grippewelle also nur ganz leicht gestreift.

Offenbar stärker von Erkrankungen betroffen sind die Kindergärten. In der Vorschulgruppe des Familienzentrums Konzen waren am Montag von über 20 Kindern gerade mal sieben Kinder zum Kindergarten gekommen, der Rest musste krank zu Hause bleiben. Auch in der Gruppe „Traumland“ nebenan war am Dienstag krankheitsbedingt nur eine Handvoll der sonst 20 Kinder gekommen, die hier normalerweise betreut werden.

Am Wochenende musste der SV Nordeifel kurzfristig seine Teilnahme am Bambini-Hallenturnier des FC Eifel absagen, auch hier war eine ausgeprägte Krankheitswelle der Grund. Auch andere Vereine und Mannschaften mussten erheblich dezimiert antreten, weil Grippe, Magen-Darm-Infekt und Scharlach grassieren.

Dass in der Mitteilung des Robert-Koch-Instituts von einer Grippewelle in der Eifel die Rede ist, hängt offenbar damit zusammen, dass die gesamte linksrheinische Region im Dreieck Aachen, Köln und Trier in diesem Falle als Eifel definiert wird.

(P. St./hes)