Nordeifel: Grippewelle auch in der Eifel auf dem Höhepunkt

Nordeifel : Grippewelle auch in der Eifel auf dem Höhepunkt

Die Grippewelle befindet sich nach Einschätzung des Gesundheitsamtes der Städteregion Aachen auf dem Höhepunkt. Zurzeit gebe es im Vergleich zu den Vorjahren außergewöhnlich hohe Zahlen. Während in der Saison 2015/26 noch 108 Influenza-Fälle und in der Saison 2016/17 in der Städteregion 184 Fälle gemeldet wurden, sind es aktuell schon 335.

Letztlich könne die Ursache für diese hohen Zahlen nicht genau erklärt werden, sagt der Allgemeinmediziner Dr. Frank Moeris aus Roetgen. „Eine mögliche Ursache könnte sein, dass die jetzt zirkulierenden Virenstämme nur teilweise durch den im Oktober zur Start der Grippesaison herausgegebenen Impfstoff abgedeckt sind. Die wissenschaftliche Vorhersage, welche Influenzavirus-Stämme in einer bevorstehenden Saison tatsächlich zirkulieren werden, ist mit Unsicherheiten verbunden“, sagt Moeris. Auch in seiner Praxis ist momentan „spürbar mehr los“. Überdurchschnittlich viele Patienten mit Grippesymptomen suchten zurzeit den Arzt auf, was dann oft mit längeren Wartezeiten verbunden sei.

Auch an der Eifelklinik St. Brigida in Simmerath ist die Grippewelle nicht spurlos vorbeigegangen. Das betreffe sowohl Patienten als auch Mitarbeiter, teilt eine Sprecherin des Krankenhauses auf Anfrage mit. In der zentralen Notaufnahme fänden sich vermehrt Patienten mit Grippesymptomen ein, auch die stationären Aufnahmen aufgrund von Grippe seien höher. Insgesamt gebe es in der Eifelklinik aktuell bislang sechs Patienten mit Influenza. Krankheitsbedingte Ausfälle von Mitarbeitern seien ebenfalls stärker zu verzeichnen als sonst zu dieser Jahreszeit üblich. Die Versorgung der Patienten sei dankenswerterweise durch das große Engagement der gesunden Mitarbeiter sichergestellt.

In den Kindertagesstätten der Städteregion gibt es ebenfalls einen hohen Krankenstand, beim Personal und bei den Kindern. „Wir haben einen hohen Krankenstand, aber wir mussten noch keine Gruppe schließen und konnten das bislang vernünftig organisieren“, sagt Holger Benend von der Pressestelle der Städteregion Aachen.

(ag)
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