„Tag der Jagd“ im LVR-Freilichtmuseum Kommern: Greifvögel und Jagdhunde in Aktion sehen

„Tag der Jagd“ im LVR-Freilichtmuseum Kommern : Greifvögel und Jagdhunde in Aktion sehen

Das LVR-Freilichtmuseum Kommern, das Waldpädagogikzentrum Eifel, die Greifvogelstation Hellenthal und das Jagdhornbläserchor Schleiden laden am Sonntag, 27.Oktober, zwischen 11 und 17 Uhr zum „Tag der Jagd“ ein.

Auch in diesem Jahr widmet das LVR- Freilichtmuseum in Kommern einen Tag im Herbst dem heiligen Hubertus und den Bräuchen um seinen Festtag. Es gibt nicht nur Greifvögel zu sehen, sondern auch Jagdhunde in Aktion.

Der heilige Hubertus, Schutzpatron der Jäger und Forstleute, lebte als Pfalzgraf am Hof Theoderichs III in Paris. Nach familiären Schicksalsschlägen zog er sich sieben Jahre aus dem fürstlichen Leben zurück, lebte als Einsiedler in den Wäldern der Ardennen und ernährte sich bescheiden aus dem Wald und von der Jagd.

Später wurde er der erste Bischof von Lüttich, von wo aus er sich besonders um die Christianisierung der Bevölkerung in der Eifel und den Ardennen bemühte. Er starb am 3. November 727, und wurde schon kurz nach seinem Tod im Jahr 743 heiliggesprochen.

Seit dem Mittelalter wird das Patronatsfest in waldreichen Gegenden Westeuropas mit einer großen Jagd in Verbindung mit einer Messe feierlich begangen. Im 17. und 18. Jahrhundert, der Blüte des Barock, brachten die französischen Könige als Hochmeister des Hubertusordens Jagdhornklänge in die feierlichen Jägergottesdienste ein, die oft zu Beginn der höfischen Jagden zu Ehren des Heiligen Hubertus gehalten wurden.

In Deutschland finden erst seit den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts am Hubertustag Jägergottesdienste mit Hörnerklang nach französischem Vorbild statt.

Im LVR-Freilichtmuseum Kommern wird in Anlehnung an diese traditionell am „Hubertustag“ stattfindenden Jagden von Falknern der Greifvogelstation Hellenthal im Verlaufe des Tages mehrmals die „Hohe Kunst der Jagd mit dem Vogel“ präsentiert.