Vogelsang: „Gottes Wort an Menschen Ort”: 19 Bibel-Zitate auf Vogelsang

Vogelsang: „Gottes Wort an Menschen Ort”: 19 Bibel-Zitate auf Vogelsang

Der Ort Vogelsang und das Christentum waren lange Zeit miteinander unvereinbar. „Gottes Wort an Menschen Ort” heißt nun die Aktion des Bistums Aachen, die die ehemalige NS-Kaderschmiede und die Weltreligion miteinander verbinden soll.

19 Schilder haben die Organisatoren um Pastoralreferent Georg Toporowsky auf dem Gelände verteilt. Auf ihnen nennen bekannte Persönlichkeiten aus der Eifel ihre persönliche Bibelstelle und begründen ihre Wahl.

Persönliche Bibelstellen

So finden sich neben Landrat Günter Rosenke auch NRW-Familienminister Armin Laschet und der Kabarettist Hubert vom Venn. Sie alle wurden gebeten, ihre persönliche Bibelstelle zu benennen.

„Ich halte Gott für eine große Kraft”, berichtete Hubert vom Venn, als die Schilder am Samstag präsentiert wurden. Zu Gott gefunden habe er spätestens, als er als Messdiener aktiv war: „Ich habe mit Jürgen von der Lippe die Messe gedient”, verriet der Eifeler Kabarettist. Er entschied sich für Kapitel vier, Vers 20 aus der Apostelgeschichte: „Wir können´s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.”

Für Hubert vom Venn ist Vogelsang der Eifeler Ort mit „zu Stein gewordenem Größenwahn”. Daher interpretierte der Kabarettist sein Zitat so: „Gerade hier sollten wir ständig über die mörderischen Taten der Bauherren reden, wobei die Bezeichnung „Herren” für diese Verbrecher und Mörder mit Sicherheit falsch ist.”

Positiv überrascht von der Resonanz auf die Aktion zeigte sich Georg Toporowsky. „Es gibt ganz unterschiedliche Reaktionen.”

So ergebe sich durch die abgebildeten Bibelstellen ein „sehr buntes Bild”.

Buntes Bild

Die angeschriebenen Personen hätten über die Umwelt geschrieben, die Zukunft und natürlich die Vergangenheit. Landrat Rosenke entschied sich für den zweiten Timotheusbrief, Kapitel 1, Vers 7: „Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.”

Kirche will mitgestalten

Rosenke erklärte dazu: „Für mich soll Vogelsang ein Ort werden, dem das Gute inne wohnt.”

Pastoralreferent Toporowsky sieht in der Aktion einen der Beiträge der Kirche zur Konversion Vogelsangs. So solle mit den Schildern gezeigt werden, dass die Kirche den Ort Vogelsang angenommen habe und ihn mitgestalten möchte.