Imgenbroich/Konzen: Glasfaser: Auffahrt auf die schnelle Datenautobahn

Imgenbroich/Konzen : Glasfaser: Auffahrt auf die schnelle Datenautobahn

Die Deutsche Glasfaser (DG) wird in den Monschauer Stadtteilen Imgenbroich und Konzen ein Glasfasernetz aufbauen. Dies teilte Dennis Schiefke, Projektmanager Sales des Unternehmens, am Freitag der Lokalredaktion Nordeifel mit.

Die sogenannte Nachfragebündelung, in der vom 15. März bis 9. Juni zunächst 963 Haushalte (784 Adressen) in Konzen sowie 735 Haushalte (594 Adressen) in Imgenbroich zum Interesse an einem Glasfaseranschluss befragt worden waren, war im ersten Versuch und ohne Verlängerung erfolgreich: „Wir haben für beide Orte zusammen exakt 40 Prozent erreicht. Das nennt man dann wohl eine Punktlandung“, freute sich Schiefke.

Großen Anteil an der erfolgreichen Nachfragebündelung hatte neben dem Vertriebsteam der DG und einer emsigen Bürgerinitiative auch der kleine Ort Menzerath, der ursprünglich nicht von der Abfrage erfasst werden sollte. Da in Menzerath aber äußerst bescheidene Internetgeschwindigkeiten herrschen, trugen Privatleute die Bitte an die Stadt Monschau heran, auch diesen Bereich mit hinzu zu nehmen und selbst die rund 50 Haushalte befragen sowie für Verträge werben zu dürfen.

„Die Abfrage erbrachte dann das erstaunliche Ergebnis von über 60 Prozent Abschlüssen, die letztlich dann auch die Quote für Imgenbroich und Konzen in die Höhe getrieben haben“, so Dennis Schiefke.

Wie geht es nun weiter? „Unser Büro in Imgenbroich bleibt jetzt erstmal zwei Wochen zu, es können aber weiterhin Verträge online abgeschlossen werden“, so Dennis Schiefke, der davon ausgeht, dass einige Interessenten bewusst auf das Erreichen der Quote gewartet haben, ehe sie auf den Zug aufspringen und ebenfalls noch kostenlos den Hausanschluss bekommen. „Wir werden jetzt nicht bei 40 Prozent stoppen, sondern natürlich versuchen, weitere Bürger für unsere Produkte zu begeistern“, sagte der DG-Vertreter.

Mit dem Beginn des Ausbaus rechnet der Projektmanager für Frühjahr 2019, noch dieses Jahr wird aber die Abteilung Baukommunikation Sichtungen in den zwei Orten machen, wo das Netz verlegt wird. „Momentan sind wir in Roetgen und Simmerath beschäftigt, werden aber mit Monschau nicht erst anfangen, wenn wir in den Nachbargemeinden fertig sind“, versprach Schiefke.

Die erfolgreiche Nachfragebündelung war indes nicht nur wichtig für die Orte Imgenbroich und Konzen, sondern für die gesamte Stadt Monschau. Denn mit ihren 40 Prozent machten die Imgenbroicher und Konzener quasi den Weg frei für das weitere Stadtgebiet. Voraussichtlich wird als nächstes die Ortslage Mützenich abgefragt und bei Erreichen von 40 Prozent ebenfalls ausgebaut. Auf dem Schirm hat man bei der DG auch das Örtchen Widdau, wo eine ähnlich schlechte Anbindung an die Datenautobahn herrscht wie in Menzerath.

Der Aufbau des Glasfasernetzes in der Stadt Monschau bedeutet für das Unternehmen großen Aufwand. Bei der Unterzeichnung des Vertrages zwischen der Deutschen Glasfaser und der Stadt Monschau sprach DG-Regionalleiter Marco Westenberg über eine Investition von 2,5 Millionen Euro für 37 Kilometer Leitungsnetz für Konzen und Imgenbroich.

(hes)
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