Höfen: Geplanter Waldverkauf sorgt in Höfen für Unmut

Höfen: Geplanter Waldverkauf sorgt in Höfen für Unmut

Die Bewältigung der Schuldenlast der Stadt Monschau wiegt schwer, die Bewältigung scheint aussichtslos. Das Konzept zum Bau der neuen Schwimmhalle steht, und der Auftrag an das ausführende Unternehmen wird im Herbst diesen Jahres erteilt. Zwei Millionen Euro muss die Stadt Monschau bekanntlich aus eigenen Mitteln aufbringen und hier fordert die Stadt die Solidarität der einzelnen Ortschaften ein.

Höfen soll sich an der Konsolidierung des städtischen Haushaltes mit einem Waldverkauf oder Waldtausch mit Wertausgleich beteiligen. Dieses Ansinnen seitens der Stadt stößt in Höfen auf breite Ablehnung.

Auch bei der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes Höfen, zu der die Parteimitglieder in das Sporthotel Prümmer eingeladen waren, wurde dieses Thema abendfüllend, kontrovers und überaus emotional diskutiert. Bereits vor der eigentlichen Sitzung wurden die Parteimitglieder durch die sich neu gegründete Bürgerinitiative „Pro Wald” und deren Transparente, die sich eindeutig gegen eine Veränderung der bestehenden Eigentumsverhältnisse am städtischen Wald aussprechen, begrüßt.

Ortsverbandsvorsitzender Bernd Roder ging auf das 8,5 Millionen-Defizit der Stadt ein. Wegbrechende Steuereinnahmen auf der einen Seite und wachsende Sozialausgaben auf der anderen Seite führten unausweichlich zu einer immer höheren Verschuldung der Kommunen. Es sei „höchste Zeit” für die Konsolidierung der Haushalte. Man könne und dürfe nicht noch länger auf Lasten der nachfolgenden jungen Generation leben sondern müsse dieser Generation eine Perspektive bieten.

Zur Bewältigung der Schuldenlast und der Konsolidierung des Haushaltes beabsichtigt die Stadt Monschau, aus Solidaritätsgründen, jeden Ortsteil in die Pflicht zu nehmen. Für Höfen ist in der Überlegung, von den 1250 Hektar Wirtschaftswald im Bereich Wahlerscheid etwa ein Viertel an den Nationalpark Eifel abzugeben und im Gegenzug für forstwirtschaftlich nicht so rentable Waldstücke (so genannte FFH-Gebiete) einen Wertausgleich zu erhalten.

Zu diesem Vorhaben macht sich Widerstand in der Bevölkerung breit. In Höfen befürchtet man, dass durch die Übertragung dramatische Einschnitte in der Nutzung der Waldfläche folgen. Aus diesem Grunde hat sich auch der CDU-Ortsverband zu Alternativen Gedanken gemacht und der Verwaltung vorgeschlagen, die Jagdpacht für die abzugebenden Gebiete für mehrere Jahre zu kapitalisieren bzw. Waldflächen zu roden und aus dem Holzverkauf Erlös zu erzielen.

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