Nordeifel: Gemeinsam fahren, gemeinsam siegen: „Tivoli-Bus” rollt wieder

Nordeifel: Gemeinsam fahren, gemeinsam siegen: „Tivoli-Bus” rollt wieder

Nun, zumindest die sportliche Premiere ging für die Alemannia in der vergangenen Saison, der ersten im neuen Tivoli, gründlich in die Hose: Dem 0:5-Desaster gegen den FC St. Pauli folgten weitere leblose Auftritte, die nicht wenige Fans verschreckten.

Auftritte, die sich im Zwei-Wochen-Rhythmus aneinanderreihten. Viele Gewinner gab es jedenfalls nicht, doch immerhin einer kam regelmäßig aus Richtung Eifel angefahren: Der „Tivoli-Bus”, der 2009/2010 zu jedem Heimspiel bis zu 120 schwarz-gelbe Schlachtenbummler aus Rohren, Monschau, Simmerath und Lammersdorf in Richtung Aachener Tivoli brachte - und auch weiterhin bringt.

„Es hat sich im letzten Jahr so gut bewährt, dass wir es in der neuen Spielzeit unbedingt fortsetzen wollten”, sagt Rainer Braun, Organisator und - natürlich - Alemannia-Fan. Gemeinsam mit Manfred Strang hat Braun den Bus-Shuttle im letzten Sommer ins Leben gerufen, „weil es auch in der Region sehr viele Alemannia-Fans gibt, die den kostenlosen Transfer vom Stadion nach Hause nutzen wollen.” Im Schnitt waren dies 100 Fans in zwei Bussen, die als Karteninhaber den kostenlosen Stadion-Express nutzten.

Dieser Transfer bleibt wie gewohnt auch kostenfrei. Die Eintrittskarten für Alemannia-Heimspiele, Tageskarten und Dauerkarten, berechtigen zur „Freien Hin- und Rückfahrt mit AVV-Verkehrsmitteln”, wie es auf den Tickets wörtlich heißt. Genutzt werden kann der Fahr-Service wieder ab kommendem Freitag, 20. August, wenn die Alemannia ihr erstes Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin bestreitet. Anpfiff ist um 18 Uhr.

Alemannia, Aseag kooperieren

Gerade für viele Eifeler Alemannia-Fans heißt es dann nicht nur „Gemeinsam feiern und siegen”, sondern zwei Stunden vorher auch schon „Gemeinsam fahren”. An verschiedenen Sammelpunkten werden insgesamt zwei RVE-Busse (Regional-Verkehr Euregio Maas-Rhein) die Fans abholen, nach dem Spiel zu den Ausgangspunkten wieder zurückbringen.

Rückfahrt ist jeweils eine halbe Stunde nach Spielende vor dem Tivoli. „Wir haben das mit der Alemannia und der Aseag so abgestimmt”, sagt Braun.

Bedeutet: Von den verschiedenen Sammelpunkten geht es über Aachen-Lichtenbusch auf die Autobahn und über die Krefelder Straße direkt bis vor die Stadiontore. „Besser geht es eigentlich nicht”, sagt Braun über diesen Service „deluxe” und verweist insbesondere auf die Kooperation mit der für das Aachener Stadtgebiet zuständigen Aseag.

Rund eine Stunde vor Spielbeginn treffen die Busse am schwarz-gelben Schmuckkästchen ein. Genug Zeit also für die obligatorische Bratwurst und ein Bier zum warmwerden.

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