Nordeifel: Gemeinde Roetgen weist neue Tempo-30-Zonen aus

Nordeifel : Gemeinde Roetgen weist neue Tempo-30-Zonen aus

Schon etwas länger haben Kommunen die Möglichkeit, Geschwindigkeitsbeschränkungen (Tempo 30) in der Nähe von sozialen Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen anzuordnen. Dies wurde durch eine Änderung der Straßenverkehrsordnung möglich, die Ende des Jahres 2016 in Kraft getreten ist.

Allerdings ist damit kein Automatismus verbunden. Das heißt, vor solchen Einrichtungen ist nicht unbedingt zwingend Tempo 30 anzuordnen. In jedem Fall ist eine Einzelfallprüfung durch die zuständige Straßenverkehrsbehörde erforderlich, hier durch die Städteregion.

Konsequent ausgeweitet

Die Gemeinde Roetgen hat von dieser Regelung Gebrauch gemacht und im September 2017 die Tempo-30-Zone an der Hauptstraße ausgeweitet. Im Februar wurde eine Tempo-30-Zone in der Jennepeterstraße eingerichtet, die sich von der Einmündung Wiedevenn bis zur Hauptstraße erstreckt. Im März folgte die Einrichtung einer Tempo-30-Zone in der Lammerskreuzstraße. „Wenn wir den Bereich an der Hauptstraße ausweiten, dann müssen wir das konsequenterweise auch in der Jennepeterstraße und er Lammerskreuzstraße machen, da wir dort auch einige soziale Einrichtungen haben, außerdem handelt es sich bei diesen beiden um Gemeindestraßen“, sagt Dirk Recker, der Leiter des Ordnungsamtes der Gemeinde Roetgen.

In der Gemeinde Simmerath wurde von der Regelung kein Gebrauch gemacht. Dies sei nicht notwendig, da jetzt schon auf allen Gemeindestraßen Tempo 30 gelte, teilt die Gemeindeverwaltung auf Anfrage mit. Auch auf Kreis-, Land- oder Bundesstraßen seien in der Nähe von sozialen Einrichtungen Tempo-30-Zonen ausgewiesen. Eine Ausnahme sei die Kammerbruchstraße im Bereich der Eifelklinik, wo die Sicherheit aber durch einen Fußgängerüberweg gewährleistet sei.

Ähnlich sieht es in der Stadt Monschau aus. Denn bereits 1997 wurde die rechtliche Möglichkeit geschaffen, vor Schulen auf den übergeordneten Straßen bedarfsorientiert und auf die örtlichen Vorgaben bezogen die zulässige Höchstgeschwindigkeit zeitlich beschränkt zu reduzieren. Dabei handelte es sich um den sogenannten Schulwegerlass, der einige Jahre später jedoch wieder aufgehoben wurde.

Um für die Verkehrsteilnehmer eine möglichst einheitliche Regelung (nicht nur im Stadtgebiet Monschau) vorzugeben, wurde mit dem damaligen Kreis Aachen, jetzt Städteregion Aachen, als Verkehrsanordnungsbehörde vereinbart, die zulässige Höchstgeschwindigkeit montags bis freitags von 7 bis 15 Uhr in einem Abstand von 300 Metern vor und hinter Schulen auf 30 km/h zu beschränken.

Auf 17 Uhr ausgedehnt

Hiervon wurde im Bereich der Schulen wie folgt Gebrauch gemacht: Höfen -Hauptstraße (B258), Imgenbroich - Trierer Straße (B258), Kalterherberg - Monschauer Straße/Malmedyer Straße (B399), Mützenich - Eupener Straße (L214), Monschau - Walter-Scheibler-Straße, hier wurde aufgrund der besonderen Situation der Straße (Baumscheiben in Fahrbahn, Justizausbildungsstätte) eine Tempo-30-Zone (keine zeitliche Einschränkung) ausgewiesen. Diese Verkehrsregelung hat bis heute bestand und wurde aufgrund der zwischenzeitlichen Nachmittagsbetreuung in den Schulen auf 17 Uhr ausgedehnt. Außerdem befinden sich in den meisten Stadtteilen im Kernbereich, in denen auch die Grundschulen liegen, Tempo-30-Zonen.

(ag)
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