Erkensruhr: Gemeinde hat „Haus des Gastes” verkauft

Erkensruhr: Gemeinde hat „Haus des Gastes” verkauft

Das gerade in den Eifeldörfern häufig anzutreffende Phänomen, wonach das Wort schneller als der Schall und auf jeden Fall schneller als jede amtliche Mitteilung ist, trat nun auch in Erkensruhr auf.

Unter den rund 170 Einwohnern hatte sich in Windeseile herumgesprochen, dass das im Besitz der Gemeinde befindliche „Haus des Gastes” einen Käufer gefunden hat.

Damit dürfte der Gemeinde ein Stein vom Herzen gefallen sein, während auf dörflicher Seite nicht nur Begeisterung herrscht, da unter anderem für die Vereine eine neue Versammlungsstätte gesucht werden muss. Zudem hatte im vorigen Jahr die historische Postkutsche („Diligence”) direkt neben dem Gebäude einen vorrübergehenden Standplatz gefunden. Noch zu Beginn des letzten Jahres hatte die Gemeinde andere Pläne mit der sanierungsbedürftigen Immobilie.

Aus dem Konjunkturpaket II sollten rund 60.000 Euro in die energetische Sanierung des Gebäudes fließen. Doch Mitte 2011 zerschlug sich diese Idee und Ortsvorsteher Christoph Poschen musste im Juli per Bürger-Information mitteilen, dass das „Haus des Gastes” nicht alle Bedingungen erfüllte, um Mittel aus dem Konjunkturpaket II einsetzen zu dürfen.

Vermutlich hätte der Betrag von 60.000 Euro für eine vernünftige Sanierung auch nicht ausgereicht. So entschloss sich der zuständige Gemeindeausschuss das Objekt zum Verkauf anzubieten. Gleichzeitig fasste der Ausschuss für den Fall des Verkaufs den Beschluss, dauerhaft ein Dorfgemeinschaftshaus in Erkensruhr zu schaffen. Da die Verkaufsangelegenheit noch „ganz frisch” ist, bestätigte Ortsvorsteher Christoph Poschen verständlicher Weise zunächst einmal, dass sich in Punkto Dorfgemeinschaftshaus noch nichts getan habe.

Bürgerversammlung

Er verwies jedoch auf die am 19. März zu diesem Thema stattfindende Bürgerversammlung im „Haus des Gastes”, wo die Situation erläutert und eventuelle Lösungen aufgezeigt werden sollen. Je nachdem wie diese Lösung aussieht, ist im Hinblick auf die finanzielle Lage der Gemeinde sicher auch eine Eigenleistung erforderlich.

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