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Maßnahmen zum Schutz: Frösche, Kröten und Molche wandern wieder

Maßnahmen zum Schutz : Frösche, Kröten und Molche wandern wieder

Die frostigen Temperaturen der vergangenen Wochen sind abgeklungen und es wird zunehmend milder. Das ist quasi auch ein „Startschuss“ für viele Frösche, Kröten und Molche: Die Amphibienwanderung beginnen in den nächsten Tagen. Für die Tiere werden jetzt Schutzmaßnahmen getroffen.

Die ersten, die sich auf den Weg zur Eiablage machen, sind die Frösche und Molche. Sie riskieren sogar, dass ihre Laichballen im Wasser einfrieren. Das schadet aber nicht, sondern verzögert nur die Entwicklung ein wenig. Die Kröten beginnen ihren Weg zu den Laichgewässern etwas später, erklärt die untere Naturschutzbehörde der Städteregion Aachen.

Hier werden die Vorbereitungen für Schutzmaßnahmen koordiniert, die dafür sorgen, dass Kröten, Molche und Frösche sicher über die Straßen kommen. Dazu gehören Schutzzäune mit Eimerfallen, Warnschilder und Teilsperrungen von Wirtschaftswegen.

Die Arbeiten im Wurm- und Broichbachtal haben bereits begonnen, unmittelbar danach geht es in Stolberg und der Eifel weiter. Anders als aus den Vorjahren gewohnt, geschieht dies aufgrund der warmen Temperaturen ohne weiteren Verzug schon in den nächsten Tagen. Sobald am Montag an der Stolberger Vogelsangstraße die Schutzzäune aufgebaut sind, soll es gleich am Menzerather Weiher zwischen Imgenbroich und Monschau weitergehen. Und für Freitag sind die Arbeiten entlang der Reichensteiner Straße eingeplant. Hier werden die eingesammelten Amphibien noch per Hand im Eimer über die Fahrbahn getragen.

Insgesamt werden die Artenschutzmaßnahmen zehn bis zwölf Wochen dauern. Überall dort, wo Frösche und Co. wandern, gilt jetzt für Autofahrer: Bitte zum Schutz der Tiere und ihrer menschlichen Helfer langsam fahren. Wo besonders viele Amphibien vorkommen und wandern, setzt die Städteregion Aachen langfristige Lösungen um. Dort können die Tiere beispielsweise die Fahrbahn ganz ohne fremde Hilfe durch eigens eingerichtete „Amphibientunnel“ gefahrlos überqueren.

Weitere Informationen zum Thema gibt es bei Iris Heinrichs oder Richard Bollig von der unteren Naturschutzbehörde (Tel.: 0241/5198-2174 und 5198-2633).