Freundeskreis des Franziskus-Gymnasiums formiert sich neu

Franziskus-Gymnasium : Neue Unterstützer und Aktive im Freundeskreis willkommen

Die nächste Mitgliederversammlung des Freundeskreises des Franziskus-Gymnasiums Vossenack findet am 12. Februar statt.

Vorab zieht der Freundeskreis Bilanz und möchte sich mit einem neu zu wählenden Vorstand für die Zukunft gestärkt aufstellen. Dabei sind weitere Unterstützer und Aktive sehr willkommen.

Dirk Sieven, Sportlehrer und stellvertretender Schulleiter, blickt zufrieden über den mit winterlichem Reif bedeckten Sportplatz, dessen Sprunganlage frisch erneuert wurde. „Ich bin froh, dass wir die ersten Maßnahmen noch 2018 abschließen konnten“, stellt er fest und erinnert daran, dass der Platz in die Jahre gekommen war und die Auflagen bei der Pflege so teuer wurden, dass ein neues Konzept erdacht werden musste. „Der Freundeskreis hat zuletzt ganz unkompliziert auf unseren Antrag hin die Zusage gemacht, die Erneuerung der Weitsprunganlage und der Laufbahn mit rund 30.000 Euro zu finanzieren.“

Auch für die anstehende Sanierung der Sporthalle sind für die nächste Zeit Mittel des Vereins zugesagt. Doch der Freundeskreis zeigte sich auch auf anderen Gebieten großzügig. Bereits 2017 konnte sich die Fachschaft Physik über einen Neuzugang freuen: die Elektronenbeugungsröhre.

Sie ist seither fester Bestandteil des Physikunterrichtes der Jahrgangsstufe 11. Nach dem Start des Versuches bildet sich unter einem fluoreszierenden Glasschirm ein grünliches Licht, deutlich zeigen sich helle und dunkle Kreisbilder, die die Schüler mit Schieblehren ausmessen können. Die Kreise sind Abbilder eines im Apparat erzeugten Elektronenstrahls, der über eine Graphitfläche zum Glasschirm gestreut wird. „Die Elektronenbeugungsröhre beweist den Wellencharakter der Elektronen, die den Atomkern umgeben“, weiß Physiklehrer Martin Cremer. „Der Einsatz dieses Apparates ermöglicht es, durch Messen und Auswerten der Kreisradien quantitativ die Wellenlänge der Elektronen zu ermitteln. Damit können wir anschaulich das Wissen um die Theorie der Materiewellen vermitteln“ – praktisch weiterentwickelt und angewandt in der modernen Medizintechnik. Dem Freundeskreis war die Investition in Quantenphysik 1500 Euro wert.

Seit seiner Gründung als gemeinnütziger Verein 1971 konnte der Freundeskreis zahlreiche Fördermitglieder – Eltern, Ehemalige und freie Förderer – gewinnen. Nach einem Allzeithoch von 477 Mitgliedern im Jahre 2005 hat sich in den vergangenen Jahren die Zahl auf rund 300 eingependelt. Die Förderer leisten der Höhe nach frei wählbare Jahres- oder Monatsbeiträge, die unmittelbar und ausschließlich dem Gymnasium zukommen, das als freier Träger einen gewissen Eigenanteil in sein Budget einbringen muss. „Mit durchschnittlich 20.000 Euro pro Jahr leistet der Freundeskreis einen wertvollen Beitrag zur Finanzierung unserer Schule, insbesondere dann, wenn schnell und unbürokratisch zusätzliche Mittel gebraucht werden“, bezieht Schulleiter Dr. Peter Cordes klar Stellung. „In den Genuss der Förderung kommen grundsätzlich alle Fachschaften. Die Budgets reichen dann von mehreren tausend Euro bis zu kleineren Anschaffungen für einige hundert Euro, beispielsweise Notenständer für den Musikunterricht, Angebote für den Pausensport oder zusätzliche Bücher.“

Wenn man im kleinen Kreis der Vorstandsmitglieder des Freundeskreises Bilanz zieht, so ist festzuhalten, dass die Zahl der Mitglieder seit einigen Jahren stagniert, insbesondere die echten aktiven Helfer werden weniger. „Wir benötigen noch weitere Aktive, um den Verein dauerhaft auf eine solide Basis zu stellen. In der Öffentlichkeitsarbeit ist noch Luft nach oben“, resümiert Robert Hellwig, seit mehr als 25 Jahren 1. Vorsitzender. Die Vereinsführung will daher ein Zeichen setzen und hofft, mehr Mitglieder und Interessierte ansprechen zu können.

„Auf der für den 12. Februar um 19 Uhr angesetzten Hauptversammlung möchten wir den Vorstand komplettieren und somit schwungvoll die Zukunft weiter gestalten. Es kommt darauf an, über verschiedene Kanäle möglichst viele potentielle Unterstützer anzusprechen,“ ergänzt Wolfgang Heidinger, der die Mitgliederversammlung und Neuwahlen vorbereitet. Beide Vorständler würden gerne eine Kultur gestärkt sehen, die aus Bürgersinn und Eigeninitiative lebt, die eigenständig zusätzlichen Nutzen stiftet und nicht auf „Hilfe von oben“ wartet. Aus ihrer Sicht liefert das Franziskus-Gymnasium nicht nur einen unverzichtbaren Beitrag für die Ausbildung der Kinder und Schüler, sondern darüber hinaus für die Zukunftsfähigkeit der gesamten Eifel-Region. Daher sind beide überzeugt, weiterhin Unterstützer zu finden. Denn: „et soll jo wiggerjohn“, wie Robert Hellwig verschmitzt bemerkt.

(ho)
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