Monschau: Freiluftkino gut angekommen: Bürgermeisterin zieht positives Fazit

Monschau : Freiluftkino gut angekommen: Bürgermeisterin zieht positives Fazit

Es war das Aufwärmprogramm für das Monschau-Festival. Besucher und Einwohner der historischen Altstadt konnten auf dem Markt gleich viermal Freiluftkino genießen. Und im Gegensatz zum vergangenen Jahr hat das schöne Wetter der Stadt diesmal in die Karten gespielt.

2017 wurde nur eine Filmnacht angeboten, bei der das Wetter nicht mitspielte. Diesmal bot die Monschau-Touristik gleich vier Filmnächte an. Zahlreiche Zuschauer nutzten die Möglichkeiten, sich die lauen Sommerabende in der Woche unter freiem Himmel zu vertreiben.

Die perfekten Wetterbedingungen trugen sicherlich dazu bei, dass der Marktplatz stets gut gefüllt war, auch wenn die Sommernacht der letzten Vorstellung etwas kälter war. Die Stadt konnte zeigen, dass nicht nur das tagestouristische Geschäft im Vordergrund steht, sondern auch die Kultur in einer malerischen Kulisse.

An vier Dienstagabenden wurde jeweils ein Film gezeigt: „Im Himmel trägt man hohe Schuhe“, „Frühstück bei Monsieur Henri“, „Birnenkuchen mit Lavendel“ und „Monsieur Pierre geht online“. Viele Zuschauer brachten sogar ihre eigenen Klappstühle und Liegen mit, denn die bereitgestellten Sitzgelegenheiten reichten längst nicht aus. Vor allem die dritte Filmnacht mit „Im Himmel trägt man hohe Schuhe“ am 7. August sprengte das Fassungsvermögen des Marktplatzes. „Die Gastronomen hatten all ihr Inventar zur Verfügung gestellt. Sogar die engen Gassen waren gefüllt“, sagt Margareta Ritter, Bürgermeistern der Stadt Monschau und zugleich Geschäftsführerin der Monschau-Touristik.

Die Monschau-Touristik organisiert die Filmnächte. Das Geld stammt aus dem Marketingetat, der der Monschau-Touristik für Werbezwecke zur Verfügung steht, und aus den Taschen eines Sponsors. Was genau die Filmnächte gekostet haben, wollte man auf Nachfrage nicht mitteilen.

Drei Jahre lang stellte die Stadt eine Filmnacht pro Jahr zusammen mit den „Filmschauplätzen“ des Landes NRW auf die Beine. Im vergangenen Jahr hatte die Stadt eine Filmnacht in Eigeninitiative gestartet. „Es war einfach schwierig, einen Termin mit der Filmstiftung NRW zu finden“, erklärt Ritter. 2018 sind aus einer einzigen Filmnacht gleich vier Freiluftkino-Momente geworden.

Das Equipment, welches der Stadt bei den Veranstaltung zur Verfügung stand, sei für vier Nächte günstiger gewesen, als für zwei oder drei Nächte, deswegen die Aufstockung.

„Mehrwert für Gastronomie“

„Die Veranstaltungen sollen den Besuchern und Einwohnern zugute kommen und die Sommerferien beleben. Daneben bieten sie auch einen Mehrwert für die Gastronomie und die Hotelerie“, sagt Ritter. Für die Gastronomen hätten sich die Filmnächte gelohnt. Gerade für die Betriebe, die in der Vergangenheit durch die Baustelle am Markt belastet worden seien, habe sich das Freiluftkino ausgezahlt, erklärt Ritter. So habe die umliegende Gastronomie auch am Abend noch gute Geschäfte machen können.

„Die Monschauer Filmnächte wird es in den kommenden zwei Jahren wieder geben“, sagt Bürgermeistern Ritter — dann ebenfalls mit vier Filmen. Eine endgültige Bilanz, ob sich die Filmnächte auch in Zukunft lohnen würden, ziehe man danach. Was gar nicht so einfach gewesen sei, sei kostenfreie Filme zu finden. „Um den Besuchern aber kostenlosen Eintritt zu ermöglichen, muss es auch erlaubt sein, die Filme kostenlos zu zeigen“, erklärt Ritter.

Am Samstag, 18. August, veranstaltet die Filmstiftung NRW eine Filmnacht in Heimbach. Gezeigt wird das Filmdrama „Die Brücken am Fluß“. Regisseur, Produzent und männlicher Hauptdarsteller ist Clint Eastwood, die weibliche Hauptrolle spielt Meryl Streep.