Monschau: Fotoausstellung „Manegen der Macht“: Was leere Parlamente erzählen

Monschau: Fotoausstellung „Manegen der Macht“: Was leere Parlamente erzählen

Ein Kreis symbolisiert Geschlossenheit und hat keine Hierarchie: Alles in seinem Inneren befindliche ist gleichwertig. Sich gegenüberliegende Blöcke deuten auf polarisierende Positionen hin. Was haben solche Formen und Anordnungen mit der politischen Grundhaltung einer Gesellschaft zu tun?

Das zeigen eindrucksvoll die „Manegen der Macht“, wie Jörg Hempel die Parlamente Europas nennt. Denselben Titel trägt seine Fotoserie, die nun im Rahmen des Shift-Projekts in einer Kabinett-Ausstellung im Kunst- und Kulturzentrum (KuK) der Städteregion in Monschau zu sehen ist.

Die 1994 fertiggestellte Fotoserie zeichnet sich ästhetisch durch Menschenleere sowie eine strikt mittige Perspektive mit dem Rednerpult als Fluchtpunkt und Abgeordnetenplätzen in symmetrischer Ordnung um diesen Mittelpunkt herum aus.

Die Ausstellung ist ab Sonntag, 18. März, bis Sonntag, 8. April, für drei Wochen zu sehen. Ebenso wie für die Hauptausstellung im KuK („Unseen“ von Jessica Lange) gilt, dass der Eintritt jederzeit frei ist. Geöffnet ist das KuK dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Nähere Infos unter Telefon 02472/ 803194, www.kuk-monschau.de und www.shift-photo.com.