Nordeifel: Flugmanöver gibt Rätsel auf

Nordeifel: Flugmanöver gibt Rätsel auf

Ungewöhnlich durchdringende Fluggeräusche ließen am Montagnachmittag viele Eifeler in den Himmel schauen: Was sie da erblickten, war in der Tat ein eher ungewöhnliches Bild. Tieffliegende dunkelgraue Militärmaschinen gaben Rätsel auf, weil es so aussah, als würde eine Passagiermaschine von zwei Kampfjets in kurzem Abstand begleitet.

Da insgesamt drei dieser Formationen auftauchten, lag jedoch die Vermutung nahe, dass es sich wohl um eine militärische Übung handeln muss. So war es dann auch: Rund um den Fliegerhorst Nörvernich im Kreis Düren herrschte reger Flugbetrieb. Anlass hierfür war ein Kommandowechsel für das dort stationierte Jagdbombergeschwader 31 „Boelcke“. Die an der Übung beteiligten Maschinen hätten sich über dem Eifelhimmel gesammelt, so die Erläuterung des Luftwaffenamtes in Wahn.

Eurofighter im Formationsflug neben Kampfflugzeugen vom Typ Phantom und Tornado, Transall-Maschinen und Transporthubschrauber vom Typ Sirkorsky CH 53, dazu ein Airbus, der die Luftbetankung simulierte: Die Luftwaffe bot am Himmel über Nörvenich anlässlich der Übergabe des Luftwaffenführungskommandos einiges auf.

„Dieses sichtbare Erleben der ‚Dritten Dimension‘ gehört für mich unverzichtbar zum Selbstverständnis unserer Luftwaffe“, betonte Generalleutnant Karl Müllner gleich zu Beginn des feierlichen Übergabeappells. Verantwortlich für die Luftwaffe im Einsatz ist seit Montag ein gebürtiger Dürener. Als Nachfolger von Generalleutnant Peter Schelzig, der als Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr ins Verteidigungsministerium nach Berlin wechselt, übernahm Generalmajor Martin Richard Schelleis als Befehlshaber das Kommando.

(P. St.)
Mehr von Aachener Nachrichten