Festzelt in Lammersdorf offensichtlich in trockenen Tüchern

Karneval in Lammersdorf: Festzelt ist offensichtlich in trockenen Tüchern

Ein deutliches Auf- und Durchamten dürfte im Ort der Bessemsbenger bei all denen zu hören sein, die mit dem Virus des Fastelovends infiziert sind. Das Festzelt der Karnevalsfreunde auf dem Otto-Junker-Platz (Dorfplatz), der zentralen Feierstätte während der fünften Jahreszeit, hat offensichtlich alle behördlichen Klippen der letzten Monate überwunden und wird in der nächsten Woche aufgestellt.

Es kann also, vorbehaltlich der Bauabnahme durch die Städteregion, Karneval im Dorf gefeiert werden, womit auch alle im Dorf herumschwirrenden Gerüchte beendet sein dürften. Angefangen hatten die Probleme schon vor mehreren Monaten mit einer behördlichen Anordnung (nicht der Gemeinde Simmerath), wonach im Rahmen von Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen an der abgeschrägten Seite der Zeltaufstellfläche mehrere hundert Kubikmeter Erdreich abgebaggert werden sollten.

Hier habe man laut Bennet Gielen, dem Beigeordneten der Gemeinde Simmerath, in konstruktiven Gesprächen mit dem Verein eine andere Lösung gefunden, so dass die Karnevalsfreunde Ende November die Genehmigung der Gemeinde zur „Nutzung des Dorfplatzes für die Aufstellung eines Festzeltes" vom 10. Dezember bis 15. März nächsten Jahres erhielten.

Letztlich wurde durch die Verlegung der Notausgänge das Problem des Abbaggerns gelöst, was sicher im Ort auch einigen Protest hervorgerufen hätte. Ferner wird künftig der Eingangs- und Ausgangsbereich des Zeltes von der Straße Im Pohl in Richtung Kirchstraße verlegt. Zudem muss auf der Fläche zwischen Festzelt und der Straße Im Pohl außerhalb der Veranstaltungen eine gut sichtbare und nicht verschiebbare stabile Absperreinrichtung installiert werden, um dort das Parken zu verhindern. Hier hatte es im letzten Jahr mehrfach Probleme gegeben, was unter anderem daran lag, dass lediglich ein leicht zu entfernendes Flatterband das Terrain absperrte.

Imbisswagen aus Sicherheitsgründen mit fünf Metern Abstand zum Zelt

Darüber hinaus ist die nun aufzustellende stabile Absperreinrichtung während der ganzen Nutzungsdauer des Zeltplatzes seitens des Veranstalters regelmäßig zu kontrollieren. Dies ist auch im Zusammenhang mit der neben dem Zeltplatz liegenden Grundschule zu sehen. Nachdem im November vom Verein bei der Städteregion, die in baurechtlicher Hinsicht für die Zeltaufstellung zuständig ist, eine Planzeichnung eingereicht wurde, ergaben sich auch hier Probleme, da auf diesem Plan erstmals im Gegensatz zu den Vorjahren ein Imbisswagen vor dem Zelt eingezeichnet war. Der sollte nun aus Sicherheitsgründen mit fünf Meter Abstand zum Zelt aufgestellt werden.

Ferner wurde die Verbindung zwischen Zelt und dem vor Jahren aufgestellten WC-Haus des Vereins beanstandet. Auch dazu fand man nun nach Gesprächen mit den Karnevalsfreunden offensichtlich eine befriedigende Lösung. Hierzu hatte die Städteregion schon vor zwei Wochen durch Pressesprecher Detlef Funken gegenüber unser Zeitung erklärt, dass man bemüht sei, eine Lösung für die Karnevalsfreunde zu finden. Der gleiche Tenor war im Übrigen zuvor unisono von der Gemeinde Simmerath erfolgt. Zum Verlauf der Gespräche bezüglich der Zeltgenehmigung erklärte Funken am Donnerstag: „Wir sind in allen Punkten, vorbehaltlich der in der nächsten Woche anstehenden Bauabnahme, übereingekommen.“

Danach wird die Verbindung zwischen Zelt und dem WC-Haus (vor Ort auch „Gülpen-Tempel“ genannt) aus feuerfestem Material bestehen. Zudem wird dort ebenso wie am Imbisswagen eine Brandschutzwache aufgestellt. Funken: „Unter diesen Voraussetzungen ist das genehmigungsfähig.“ Auch Wolfgang Johnen, der Vorsitzende der Karnevalsfreunde Lammersdorf, zeigte sich über den aktuellen Stand der Dinge spürbar erleichtert. Das erste Highlight im Festzelt steht am 5. Januar an, wenn dort erstmals samstags die Herrensitzung durchgeführt wird.

(ho)
Mehr von Aachener Nachrichten