Monschau: „Festspiele sollen die Menschen in der Breite ansprechen“

Monschau: „Festspiele sollen die Menschen in der Breite ansprechen“

Die Oper hat immer noch ihren festen Platz auf der Burg Monschau, aber sie spielt inzwischen nur noch die zweite Geige im Wechsel mit einem bunten und mannigfaltigen Programm bei der Klassik. Vom 8. bis 17. August ist es wieder soweit: Dann finden zum 15. Mal in Folge die Festspiele auf der Freilichtbühne der Burg Monschau statt.

Internationale Künstler sollen laut Helmut Lanio von der Monschau-Festival GmbH für einen „Multi-Kulti-Sommer“ in Monschau sorgen oder wie Städteregionsrat Helmut Etschenberg, der Schirmherr der Klassik 2014, es ausdrückte: „Die Festspiele sollen die Menschen in der Breite ansprechen.“

Am Freitag wurde in den Räumen der Monschau-Touristik das komplette Programm vorgestellt. Zu diesem Zeitpunkt war das Konzert mit Wolfgang Niedeckens BAP (14. August) längst ausverkauft.

Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter nutzte die Gelegenheit, um den Effekt der ganzjährigen Werbung durch die Festspiele für Monschau herauszustellen. Programmgestalter Helmut Lanio freute sich, auch diesmal wieder ein Programm zu präsentieren, das in seiner Vielfalt an die neue Ausrichtung der Veranstaltung anknüpft.

Bei Obama im Wohnzimmer

Da ist zum Beispiel das Ahn-Trio zu nennen. Die drei Schwestern spielen zeitgenössische und populäre Kammermusik und waren bereits zu einem Wohnzimmer-Konzert beim amerikanischen Präsidenten Obama zu Gast. Für einen feurigen Auftakt sollen „Chico & The Gypsies“ sorgen, die mit spanischer Zigeunermusik begeistern wollen. Carmen als Klassiker der Opernliteratur hat inzwischen einen festen Platz auf der Monschauer Open-Air-Bühne.

Gerne vernehmen die Besucher auch, dass die Eintrittspreise deutlich nach unten gefahren wurden — eine Folge des breit aufgestellten Sponserings.

Auch die Monschauer Altstadt soll stärker in das Klassik-Programm eingebunden werden. Im Vorfeld findet auf dem Marktplatz die Filmnacht der NRW-Stiftung (5. August) statt und am 7. August sorgt das Picknick „Diner en blanc“ auf der Rurbrücke wieder für einen außergewöhnlichen Blickfang.

Helmut Etschenberg freute sich darüber, dass Dorit Schlieper als Geschäftsführerin der Festival GmbH ihm die Schirmherrschaft angeboten habe, auch wenn er am Eröffnungstag nicht auf der Burg sein kann, da sich ein lange geplanter Südfrankreich-Urlaub nicht verschieben lasse.

(P. St.)
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