Roetgen: FC 13 macht den Weg frei für Jugendförderverein

Roetgen : FC 13 macht den Weg frei für Jugendförderverein

Als Tom Moosmayer am Freitagabend im Vereinsheim die zahlreich erschienen Mitglieder und den Ehrenvorsitzenden, Wilfried Küsgens, begrüßte, hatte der 1. Vorsitzende des FC Roetgen nicht damit gerechnet, dass die außerordentliche Mitgliederversammlung des „Effzeh“, auf deren Tagesordnung die Beschlussfassung umfangreicher Satzungsänderungen und die Beschlussfassung eines Jugendförderverein mit dem SV Rott stand, nur eine knappe Halbzeit dauern würde.

Die umfangreichen Satzungsänderungen waren auf der Jahreshauptversammlung am 24. November des vergangenen Jahres noch ziemlich kontrovers diskutiert worden.

Aufgrund der damaligen Diskussion hatte der Vorstand einige Anregungen aufgenommen und in die neue Satzung, die den Vereinsmitgliedern in alter und neuer Fassung vor der Versammlung zugeschickt worden war, übernommen.

Dieter Cosler, der die modifizierte Satzung in einer übersichtlichen Präsentation der Versammlung im November vorgestellt hatte, erläuterte am Freitagabend die Veränderungen, die man gegenüber der zuletzt vorgestellten Satzung vorgenommen hatte. Mit den Änderungen zeigte die Versammlung sich ohne weiteren Diskussionsbedarf einverstanden.

Nach den Erläuterungen forderte Tom Moosmayer die Versammlung zur Abstimmung auf und erklärte nochmal, dass die Satzungsänderung einer 75-prozentigen Mehrheit bedürfe. Mit nur einer Gegenstimme und einer Enthaltung entschied die Versammlung sich mit einer deutlichen Mehrheit für die Neufassung der FC-Satzung.

Nach der Wahl bedankte der Vereinschef sich bei Dieter Cosler, Norbert Feder und Kurt Kaiser, für die geleistete Arbeit zur Modifizierung der Satzung. Der zweite brisante Punkt der auf der Tagesordnung stand, war die Bildung eines Jugendfördervereins mit dem SV Rott. Aktuell bilden die beiden Ortsvereine in der Jugendabteilung eine Spielgemeinschaft, die aber laut Spielordnung nur auf Kreisebene spielen darf. Um im Falle eines Aufstiegs auf Mittelrheinebene zu spielen, müssen die beiden Vereine einen JFV bilden.

Für die Zukunft aufstellen

FC-Jugendleiter Marco Recchioni erläuterte nochmal wie wichtig die Bildung eines Jugenfördervereins für die beiden Vereine sei. „Wir hätten in den letzten Jahren einige Male aufsteigen können, darauf mussten wir verzichten, und es haben uns auch schon einige sehr gute Spieler zu Vereine in den Stolberger und Aachener Raum verlassen um höher spielen zu können“.

Zum Abschluss seiner Erläuterungen zeigte der Jugendleiter noch einen kleinen Film, in dem alle Jugendspieler der Spielgemeinschaft zu sehen waren. Da keine Nachfragen an den Jugendleiter zum JFV waren, forderte Tom Moosmayer die Versammlung zur Abstimmung auf, die ohne Gegenstimme und mit nur zwei Enthaltungen dann überwältigend deutlich zur Bildung eines JFV ausfiel.

Nach den Wahlen stellten Marco Recchioni und der Jugendvorstand an den Hauptvorstand folgenden Beschlussantrag. „Die Mitglieder des FC 13 Roetgen beauftragen den Vorstand, die rechtlichen Grundlagen zur Gründung des JFV Roetgen- Rott e.V. zu schaffen“. Tom Moosmayer versprach der Versammlung, dass er sich umgehend mit den Vorstandskollegen des SV Rott treffen werde, um die Bildung des JFV zu forcieren.

Um die nun anstehenden administrativen Aufgaben zu bewältigen bleibt den beiden Vereinen nicht mehr viel Zeit, denn schon in der nächsten Saison soll aus der SG der JFV Roetgen-Rott 2018 werden.

Mit so viel Einigkeit hatte vor der Versammlung keiner beim FC 13 gerechnet, umso überraschter war Tom Moosmayer, dass er nach 45 Minuten den erschienen Mitgliedern einen guten Heimweg wünschen konnte.

(kk)