Familienzentrum der Städteregion in Konzen eingeweiht

Familienzentrum eingeweiht : 101 kleine Baumeister freuen sich über neues Zuhause

Das neue Familienzentrum der Städteregion Aachen in Konzen wurde am Dienstagmorgen von Pfarrer Karl Schnitzler eingesegnet. Mit dabei waren viele kleine Bauarbeiter.

. „Hallo wir sind die kleinen Baumeister“, erklärten die Kindergartenkinder zur Begrüßung der zahlreichen Gäste und ließen den Bau der Kita in Reimen nochmals Revue passieren. Altlasten und schwierige Wasserverhältnisse hatten schon zu Beginn der Bauphase eine Umplanung nötig gemacht, wodurch es zu Verzögerungen kam. Mit rund einem halben Jahr Verspätung war der Konzener Kindergarten schließlich Anfang Januar in den rund 3,85 Millionen teuren Flachbau unterhalb der Kirche eingezogen. 101 Kinder und 31 Mitarbeiterinnen, Erzieherinnen, Sozialpädagoginnen, Inklusionsassistentinnen und Jahrespraktikantinnen haben in den hellen und freundlichen Räumen nun ein neues Zuhause gefunden.

Das Werk sei zwar noch nicht beendet, aber man schaue optimistisch nach vorne, sagte die Leiterin des Familienzentrums, Silke Bongard, mit Blick auf das noch nicht fertiggestellte Außengelände. „Hier sollen die Kinder Kind sein dürfen. Wir wollen ein Haus sein, in dem die Freude wohnt und das Leben pulsiert“, sagte sie zur Begrüßung.

Städteregionsrat Tim Grüttemeier hatte sich für seine Rede Unterstützung aus den Reihen der Kindergartenkinder geholt und betonte, dass der Bau des neuen Familienzentrums vor dem Hintergrund steigender Kinderzahlen und einer hohen Nachfrage nach U3-Betreuungsplätzen in Konzen die richtige Entscheidung gewesen sei. Kurzfristig sei sogar noch die Einrichtung einer sechsten befristeten Gruppe nötig gewesen, schließlich sei Konzen der jüngste und am schnellsten wachsende Stadtteil Monschaus.

Er dankte allen am Bau und am Umzug Beteiligten und hob hervor, dass mit Hilfe der Bevölkerung auch ein Weg von der Kirche zu der neuen Kita geschaffen worden sei. Grüttemeier erinnerte auch an die Probleme mit dem schwierigen Gelände. „Der Bau eines Schwimmbades wäre aufgrund der Wasserverhältnisse wohl einfacher gewesen“, sagte der Städteregionsrat, bevor die Kinder dabei helfen durften, die mitgebrachten Geschenke auszupacken.

Monschaus Bürgermeisterin, Margareta Ritter, zeigte sich optimistisch, dass das Außengelände im Sommer fertiggestellt werden kann. „Ich bin sicher, dass in den nächsten Monaten dort viel passieren wird“, sagte sie. Das Gelände habe zwar Probleme mit sich gebracht, aber dafür befinde sich die neue Kita nun mitten im Ort in der Nähe von Schule und Kirche. Sie dankte den Entscheidungsträgern in der Städteregion sowie den Eltern und dem Team der Kita, die angesichts unterschiedlicher Herausforderungen stets für Lösungen offen gewesen seien. In Anbetracht von Millionen-Investitionen sei der Bau des neuen Familienzentrums auch ein politischer Kraftakt gewesen.

Auch Konzens Ortsvorsteher, Matthias Steffens, sprach allen Beteiligten seinen Dank aus und betonte, dass der Weg zwischen Kirche und Kita komplett durch Spenden finanziert worden sei.

Bevor Pfarrer Karl Schnitzler schließlich den Segen spendete, hatten die kleinen Baumeister noch einen Auftritt und sangen: „Alle waren fleißig dran, seht euch das Ergebnis an. Wir haben einen neuen Kindergarten. Hip Hurra! Wir müssen jetzt nicht länger warten. Hip Hurra!“

Am Ende hatten die Gäste dann Gelegenheit, sich die Einrichtung genauer anzusehen und zwei Gruppen zu besichtigen.

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