Konzen: Familienabend bietet ein unterhaltsames Programm

Konzen: Familienabend bietet ein unterhaltsames Programm

Witzige Sketche, flotte Tänze, Gesangs- und Instrumentaleinlagen, die sich mehr als hören lassen konnten, eine Büttenrede, die alle Gäste von den Stühlen riss — der Familienabend der Freiwilligen Feuerwehr und des Trommler- und Pfeiferkorps in Konzen hat für die Gäste voll besetzten Saal bei „Achim und Elke“ am Samstagabend zahlreiche Höhepunkte geboten.

Als alteingesessenes Ehepaar führten die beiden Vorsitzenden Daniel Offermann und Daniela Bertram durch den kurzweiligen Abend. „Das Programm bestreiten wir komplett mit eigenen Kräften“, freuten sich die Gastgeber.

Als das amtierende Kinderprinzenpaar in den Saal einzog, dominierten nach Aschermittwoch erstmalig wieder die Farben rot und weiß im Saal. Auf seinen Schultern trug Prinz Jannis (Palm) I., der selbst aktives Mitglied der Jugendfeuerwehr der Löschgruppe Konzen ist, seine Prinzessin Anne (Stoffels) I. auf die Bühne, wo die beiden jecken Regenten eine Rede und ihren Tanz präsentierten und das Programm damit schwungvoll eröffneten.

„Waldbrand mit Hindernissen“

Die „Firestix“ boten mit ihren neonfarbenen Drumstix, die im komplett abgedunkelten Saal erst so richtig zur Geltung kamen, eine rhythmische und farbenfrohe Show im Stil der „Blue-Man-Group“. Dem Taktgefühl von Marius Krings, Tom Fröhlich, Yannik Schütt und Stefan Thoma kamen die meisten Zuschauer beim bloßen Zuhören schon nicht hinterher.

Die Jugendfeuerwehr sorgte mit ihren Gags im Sketch „Waldbrand mit Hindernissen“ für einige Lacher. Mit fragwürdigen Brandbekämpfungsmethoden stellte der Nachwuchs als „unorganisierte Truppe“ dar, wie ein Feuerwehreinsatz besser nicht ablaufen sollte.

Linda Vollmann, Jule Marquardt, Luisa und Julia Huppertz erzählten die etwas andere Geschichte von Rotkäppchen. Mit roter Kappe auf dem Kopf und einem frechen Mundwerk nimmt das moderne Rotkäppchen den „krass bösen Wolf“ nicht allzu ernst und lässt sich auch von dessen Einschüchterungsversuchen nicht aus der Ruhe bringen.

Für mächtig Schwung sorgte das Tanzpaar Jule Marquardt und Marius Krings, das Kinderprinzenpaar der vorherigen Session. Für ihre fast schon profihafte Tanzeinlage wurden die beiden Wirbelwinde mit lautem Beifall belohnt.

Wo ein Quiz ist, da ist Günther Jauch nicht weit. Das dachten sich auch Erika Krings und Monika Stüttchen und holten den beliebten TV-Quizmaster nach Konzen. Nur seine Kandidatin Berta wollte nicht so recht zum Gelingen des Abends beitragen. Für die resolute Reinigungskraft waren selbst die einfachsten Fragen unlösbar. Jauch versuchte aus lauter Verzweiflung, pantomimische Hilfestellungen zu geben.

Einige Männer verausgabten sich beim Schwarzlichttheatertanz mit Carina Huppertz völlig, freuten sich unter ihren schwarzen Gesichtsbedeckungen aber, dass sie noch eine Zugabe geben durften. Daniel Offermann zeigte keinerlei Mitleid mit den schweißüberströmten Tänzern und wünschte sich „ein Wiedersehen im nächsten Jahr“.

Raimund Krings, Mitglied der „Wandervögel e. V.“, marschierte wie ein Volksmusikstar durch sein Publikum auf die Bühne. Kalterherberger, Kommunalpolitiker, Hundebesitzer — nichts und niemand blieb von der kritischen Bewertung des Wanderfreundes verschont. Mit seiner Rede riss der Vogelliebhaber seine Zuhörer von den Stühlen, die sich vor Lachen krümmten und ihre Freudentränen nicht unterdrücken konnten.

Fünf Instrumente gleichzeitig

Dass Musik ihre Leidenschaft ist, bewiesen die Brüder Dominik und Sascha Huppertz. Als „Dorfchronisten“ erzählten sie in ihren Liedern von ausgeführten Straßenreparaturen, dem Stopp des Kirchenumbaus, der Schließung der Kneipe „Zur Laube“ und natürlich von der erfolgreichen Verbrecherjagd des Lauftreffs des TV Konzen. Als die Huppertz-Brüder fünf Instrumente gleichzeitig spielten, gab es für die Zuhörer kein Halten mehr und es wurde beherzt mitgeklatscht und mitgesungen.

Manfred Strang und Günther Krüger begeisterten mit ihrem Sketch „Pastor im Exil“. Die beiden „Stammgäste“ des Familienabends enthüllten als Pastor Stoffels und Bürgermeister Matthias Steffens dunkle Geheimnisse des Pastorenweggangs und zeigten die karge Einrichtung eines Klosterzimmers.

Die Mittagspause der etwas anderen Art präsentierten Simone Krings, Christian Huppertz, Marius Krings und Stefan Thoma. Die Trommler zeigten, dass man auch mit Butterbrotdosen und Trinkbechern musizieren kann. Vorsitzende Daniela Bertram war begeistert: „Nach dieser Mittagspause ist man wirklich fit.“

Die Frauen des Trommler- und Pfeiferkorps bildeten mit ihrer „wissenschaftlichen Analyse zum Duschverhalten von Männern und Frauen“ einen originellen, witzigen Schlusspunkt, ehe dank DJ Frank noch ordentlich weiter gefeiert werden konnte.

(nap)