Imgenbroich: „Faires Frühstück”: Plädoyer für eine globale Gerechtigkeit

Imgenbroich: „Faires Frühstück”: Plädoyer für eine globale Gerechtigkeit

In der „Fairen Woche” finden in ganz Deutschland Aktionen statt, um den Gedanken des „fairen” Handels in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Das Ziel ist, die Waren, die aus der so genannten Dritten Welt zu uns kommen, in einer Weise auf den Markt zu bringen, dass die Menschen in den Produktionsländern ein einträgliches Einkommen haben.

Im Rahmen der Aktionswochen vom 16. bis 30. September hatte nun der Weltladen Mützenich gemeinsam mit der Evangelischen Kirchengemeinde Monschauer Land und dem Café International am letzten Freitagvormittag zu einem „Fairen Frühstück” ins Imgenbroicher Pfarrheim eingeladen.

Monika Krings vom Weltladen konnte nahezu 30 Gäste begrüßen, die in angenehmer Atmosphäre den Produkten zusprachen, die der „faire Handel” bietet: Kaffee, Kakao, Tee, Orangensaft, Honig.

Pfarrer Volker Böhm von der Evangelischen Gemeinde gab dem Vormittag einen intensiven geistlichen Impuls, indem er in einer kleinen Andacht (unter Zugrundelegung der Tageslosung aus dem Propheten Jesaja) darauf hinwies, dass der Gedanke der Gerechtigkeit von jeher ein Grundelement der biblischen Botschaft ist. Schon die Propheten in vorchristlicher Zeit haben die unmenschlichen Folgen eines „freien Marktes” angeprangert.

Pfarrer Böhm erläuterte weiterhin, dass die Erlöse aus dem „fairen” Verkauf im Mützenicher Weltladen und anderer davon ausgehender Aktionen jeweils bestimmten, klar definierten Entwicklungsprojekten in der Dritten Welt zugute kommen.

Unlängst wurde ein solches Projekt in Indonesien erfolgreich abgeschlossen.

So konnte Böhm am Freitagvormittag nun ein neues Projekt vorstellen, das im ostafrikanischen Tansania ansteht. Dort geht es um eine Gesundheitsstation in einer Ortschaft am Tanganjika-See, deren Aufbau in Zusammenarbeit mit verschiedenen kirchlichen Hilfsorganisationen künftig unterstützt werden soll. Von einem Besuch dort konnte Böhm mit eindrucksvollen Bildern berichten.

In angeregtem Gespräch konnte dem Gedanken des „fairen Handels” und der Idee der globalen Gerechtigkeit neue Eindrücklichkeit verliehen werden.