Nordeifel: Extremer Frost lässt täglich Wasserleitungen platzen

Nordeifel: Extremer Frost lässt täglich Wasserleitungen platzen

„Das war nur einer von mehreren Brüchen, mit denen wir täglich zu kämpfen haben.” Ein Stoßseufzer von Derk Buchsteiner, Betriebsleiter des Wasserverbandes Perlenbach.

Der „außergewöhnliche Frost” ist schuld an den „drei bis sechs Wasserrohrbrüchen pro Tag” im Versorgungsgebiet sagt der Fachmann: Hausanschlüsse frieren ein, Wasseruhren frieren ab, Hydranten heben sich über einer Eisblase.

Am Freitagnachmittag waren die Folgen auf der Bundesstraße (B 258) in der Ortsdurchfahrt Roetgen zu sehen. Wie ein Sturzbach ergoss sich das Wasser auf die Fahrbahn. An den Randbereichen der nassen Bescherung wurde es spiegelglatt, denn dort gefror das Wasser auf dem eiskalten Untergrund schnell.

Ein Reparaturtrupp des Perlenbachverbandes konnte den Hahn relativ schnell zudrehen. Dabei, so Derk Buchsteiner, sind seine Leute über Gebühr beansprucht, eilen von einem „Tatort” zum nächsten.

Vorbeugende Maßnahmen kann der Wasserversorger nur indirekt ergreifen, was er laut Buchsteiner mit Unterstützung der Politik auch schon an vielen Stellen um Versorgungsgebiet getan hat: Schadensanfällige Leitungen sind ausgewechselt worden.

Darüber hinaus sind dem Wasserverband die Hände gebunden. Er kann nur darauf hoffen, dass die Temperaturen bald wieder dauerhaft steigen und dieser extreme Frost ein Ende hat.

Und er möchte davon ausgehen, dass die Verbraucher ihre Versorgungsverträge gründlich studiert haben und wissen, dass sie dafür zu sorgen haben, dass der Hausanschluss oder der Wasserzähler nicht zufrieren.

Ein Blick in den Vertrag, weiß Derk Buchsteiner, ist zumeist bares Geld wert, denn in dem Kontrakt stehe unmissverständlich, dass der Verbraucher in seinem Keller Anschluss und Apparatur vor kalter Zugluft zu schützen hat, unter Umständen durch deutlich verstärkte Isolierung.

Buchsteiner: „Der Kunde ist für die Unversehrtheit des Hausanschlusses zuständig. Der Perlenbachverband stellt ihm die Anlage treuhänderisch zur Verfügung.” Sollte der Wasserzähler durch Frost zu Bruch gehen, kommen auf den Verbraucher Kosten in Höhe von 100 bis 200 Euro zu.