Vogelsang/Vossenack: Exart-Musiktheater führt „Unlimited“ im Kulturkino auf

Vogelsang/Vossenack: Exart-Musiktheater führt „Unlimited“ im Kulturkino auf

Das Exart-Musiktheater präsentiert am 2., 3. und 4. März seine neue Rockoper „Unlimited“ im Kulturkino Vogelsang. „Unlimited“ ist die Geschichte von Alexis und Zoé, die sich heute oder in der Zukunft irgendwo in einer Mega-City auf dieser Erde abspielen kann.

Alexis und Zoé sind auf dem gleichen Planeten, jedoch in unterschiedlichen Welten geboren: Alexis besucht die Elitehochschule der MACs, Zoé besucht die Elitehochschule der Illuis. Während Alexis bei den MACs darauf getrimmt wird, die Macht im digitalen, gen-optimierenden Zeitalter exzessiv und effektiv an sich zu reißen, fühlt sich Zoé bei den Illuis dazu berufen, die Welt durch fundamentalistische Liebe zu retten.

Als Jahrgangsbeste müssen sie fortan an vorderster Front gegen die „verfeindete Welt“ der verhassten MACs beziehungsweise Illuis kämpfen, um sie letztlich zu vernichten. Doch es passiert, was nicht passieren darf: Anstatt sich zu hassen, können sie nicht voneinander lassen. Sie lernen sich zu lieben und erkennen wie verblendet sie bisher gelebt haben. Es gibt für sie keinen Weg zurück. Eine tödliche Gefahr, denn Verräter werden gnadenlos verfolgt...

Mit „Ohrwurmcharakter“

In „Unlimited“ erwartet den Zuschauer zeitgenössisches Musiktheater mit Elementen aus Science Fiction, Liebesgeschichte und Thriller. Musikalisch bietet „Unlimited“ eine Mischung aus Rockmusik, Balladen und Filmmusik mit echtem „Ohrwurmcharakter“.

Der Veranstaltungsort ist dabei nicht zufällig, sondern ganz bewusst gewählt. „Zu allen Zeiten wurden und werden Menschen von der Vorstellung erfasst, das Alpha und Omega für das Leben auf Erden zu sein: Eine Faszination, die Menschen grenzenlos verführen und betrügen kann. Eine Droge, die die Sinne für Wahrheit taub und blind macht. Ein Babylon, wo das Leben seelenlos der Machtgier ausgeliefert ist.

In „Unlimited“ geht es um Macht, den Kampf um Wahrheit, um Fremd- und Selbstbestimmung, um totalitäre Bewegungen und deren massenpsychologische Strategien. Themen wie sie auch der Veranstaltungsort aufwirft“, erklärt Regisseur Clemens Amendt. Außerdem biete der eindrucksvolle Kinosaal aus den 1950er Jahren perfekte Rahmenbedingungen für die Aufführungen der Rockoper.

„Die ansteigenden Sitzreihen mit mehr als 1000 Sitzplätzen garantieren eine optimale Sicht von allen Plätzen. Die hervorragende Akustik und stimmungsvolle Beleuchtung tragen ihren Teil zum großartigen Ambiente des Kulturkinosaals bei“, sagt Amendt.

Das Exart-Musiktheater, das seine Wurzeln am Franziskus-Gymnasium in Vossenack hat, besteht aus einem generationenübergreifenden Ensemble mit mehr als 50 Mitwirkenden. Der Anspruch des Exart-Musiktheaters geht über die Förderung junger, talentierter Schüler weit hinaus.

Das Ensemble umfasst vielmehr ehemalige Schüler, Lehrer, Eltern sowie zahlreiche Quereinsteiger, die auf Basis langjähriger Bühnenerfahrung atemberaubendes Musiktheater bieten. Höhepunkte waren u.a. die Aufführungen im Thalia-Theater Hamburg und im Schauspielhaus Dresden sowie die „Exodus“-Aufführungen im Kinosaal von Vogelsang IP.

Für einige Mitwirkende stellte Exart sogar das Sprungbrett ins professionelle Bühnengeschäft dar. So zum Beispiel für Marta Helmin, die nach ihrer Zeit bei Exart eine steile Karriere machte, und u.a. Hauptrollen in „Mamma Mia“ oder „We Will Rock You“ an großen Theaterhäusern spielte. In „Unlimited“ wird das Ensemble des Exart-Musiktheaters erstmals von externen, professionell ausgebildeten Künstlern unterstützt.

Zoé wird von Kerstin Breuer gespielt. 2015 war sie Mitbegründerin der Deutschrockband „Ich&meinEgo“. Mit der ersten EP „Riesenräder“ feierte die Band 2016 den zweiten Platz im NRW-Finale von Local Heroes. Im selben Jahr wurde Kerstin Breuer vom DasDa Theater Aachen als Solistin in der Musikrevue „Airport“ engagiert. Seit 2015 studiert sie Gesang am Conservatorium Maastricht.

Die Rolle von Alexis übernimmt Lionel von Lawrence. Der in London geborene Bariton wurde während seines Studiums in Tanz, Schauspiel und Klassischem Gesang ausgebildet. Sein Bachelorstudium am Conservatorium Maastricht hat er mit der Vaterrolle in „Hänsel und Gretel“ abgeschlossen. Im Anschluss absolvierte er sein Masterstudium am Klassischen Musiktheater in Tilburg (NL). Zu seinem Repertoire gehören Rollen wie „Escamillo“ in „Carmen“, „Monostatos“ in „The Electric Flute“ und ab nächstem Jahr die Rolle des „Papageno“ in Mozarts „Zauberflöte“.

Karo Fruhner schlüpft in die Rolle der Tequila, deren erfolgreiches Leben als MAC am Ende tragisch scheitert. Sie studierte Jazz-/Rock- und Popsängerin. Sie ist an den Musikschulen in Düren und Mönchengladbach als Musiklehrerin und Vocal Coach tätig und unterrichtet auch privat in Köln. Seit 2013 ist sie Frontfrau der Indie-Pop-Band „Frau Karo“. 2012 nahm sie an „The Voice of Germany“ teil und kam bis in die zweite Live-Show. 2014 gewann sie beim Deutschen Rock- und Pop-Preis in der Kategorie „Alternative“ den ersten Platz.

Felix Offermanns begeisterte in der letzten Inszenierung des Exart-Musiktheaters „Exodus“ mit seiner klaren Stimme und seinem schauspielerischen Können. Auch wenn er mittlerweile in München studiert, ist er auch bei „Unlimited“ wieder mit dabei und zieht als Zyanos die Fäden bei den fundamentalistisch ausgerichteten Illuis.

Sarah Eischet stand schon mit 13 Jahren bei der Exart-Produktion „Finale Grande“ auf der Bühne. Mit ihrer unverwechselbaren, dunklen Stimme trat sie ab 2014 in „Exodus“ in die Fußstapfen von Marta Helmin. Neben ihrem Medizinstudium konzentriert sie sich jetzt in „Unlimited“ auf die Rolle der Veramapia.

Gunnar Leschenar gehört seit dem Jahr 2000 fest zum Ensemble des Exart-Musiktheaters. Wandelbar und immer unnachahmlich brillierte er bei den letzten fünf Musicalproduktionen in verschiedenen Hauptrollen — ob als durchtriebener Pokerboss in „Exodus“ oder als tiefgründiger Clown in „Finale Grande“. In „Unlimited“ wird er als Anführer des MACS gnadenlos seinen Machtanspruch durchsetzen.

Clemens Amendt ist für das Buch, den Text und die Regie verantwortlich. Die musikalische Leitung liegt bei Marcel Stoffels, er komponierte mit Markus Page die Musik und produzierte die Aufnahmen mit Markus Wimmer im Rurtonstudio in Dedenborn. Für die Choreographie ist Nicole Thieme verantwortlich.

(ag)