Imgenbroich: Es soll weitergehen beim FC 21 Imgenbroich

Imgenbroich : Es soll weitergehen beim FC 21 Imgenbroich

„Wir haben nicht damit gerechnet, dass heute Abend hier jemand aufspringt und sagt: Ich mach es! Aber der heutige Abend lässt uns zumindest etwas optimistischer nach vorne blicken“, stellte Rainer Heinig, Vorsitzender des FC 21 Imgenbroich, nach der Bürgerversammlung am Donnerstagabend im Bürger-Casino fest.

Weil der Vorsitzende ebenso wie drei weitere Vorständler bei der Generalversammlung des Traditionsvereins nächste Woche nicht mehr kandidieren wird, droht dem Sportclub ein Führungsproblem, das im schlimmsten Falle die Auflösung des Vereins zur Folge haben könnte.

„So weit möchten wir es unter keinen Umständen kommen lassen“, bekräftigte Rainer Heinig im Casino, wo fast alle bereitgestellten Stühle besetzt waren. Heinig zeichnete die Entwicklung der Vorstandskrise noch einmal nach und zählte auf, was alles wegfallen würde, wenn es zum „worst case“, sprich: zur Auflösung käme: „Jugend- und Seniorenfußball, Tischtennis, Rückenfit und Kindertanzen, Sportwoche und Herbstfete, Fußball-Camp und das beliebte FC-Zeltlager — alles Makulatur, wenn es den FC nicht mehr gibt.“ Auch die Vereins-GbR und das Ortskartell kämen ins Trudeln, da der FC das Casino mitträgt, sich bei der Seniorenarbeit, beim Kinderkarneval und bei den Papiersammlungen einbringt. „Der wunderschöne Sportplatz würde dann wohl auf kurz oder lang als Wohngebiet vermarktet“, umriss Heinig ein weiteres „Horror-Szenario“.

Arbeitskreis findet sich

Aus der Versammlung kamen keine konkreten Personalvorschläge, wohl aber Hilfeangebote für die künftige Vereinsarbeit. Statt den stark veränderten Verein in seinen eingefahrenen Vorstandsstrukturen fortzuführen, müssten die Aufgaben anders verteilt und der Vorsitzende entlastet werden. „Es kann nicht sein, dass der Vorsitzende in alle Aktivitäten aller Abteilungen eingebunden ist“, meinte Arthur Bierganz nicht nur für die Tischtennisabteilung.

Er regte einen Arbeitskreis an, der gemeinsam mit dem Vorstand eine neue Abteilungsstruktur und neue Angebote erarbeite, und aus dem heraus auch Verantwortungsträger gewonnen werden könnten. Was neue Angebote betreffe, müsse man sich davon verabschieden, „dass alles ehrenamtlich gemacht wird. Für gute Angebote sei eine Aufwandsentschädigung geboten und auch für den Verein machbar, notfalls über eine Erhöhung der sehr niedrigen Mitgliedsbeiträge.

Unterstützung moralischer, aber auch praktischer Art sagten auch Gäste zu: Bürgermeisterin Margareta Ritter für die Stadt Monschau, der Ehrenamtsbeauftragte Theo Steinröx und Bernd Mommertz für den Fußballkreis.

Die nächsten Schritte aber muss der Verein alleine tun. Bleiben bei der Generalversammlung am 2. März Vorsitz, Kasse und Jugendvorstand unbesetzt, bleibt der alte Vorstand zunächst im Amt und muss binnen drei Monaten zu einer neuen Versammlung einladen. Diese Zeit aber könnte dann für neue Ideen zur Neuausrichtung und -organisation des FC (s. Box) genutzt werden.

(hes)
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