Rurberg: Erster Kirmesabend an Seppi‘s Eck

Rurberg : Erster Kirmesabend an Seppi‘s Eck

Traditionen und Volksfeste aufrechtzuerhalten, ist nicht immer ganz leicht. So erlebte die Pfarrkirmes am Rursee in Rurberg, die von den Vereinen des Ortskartells Rurberg-Woffelsbach getragen wird, in diesem Jahr eine Neuerung.

Mechthild Cremer, Hauptorganisatorin der Pfarrkirmes, sagte am Samstagabend: „In den 1990er Jahren wurden Pfarrfest und Kirmes bereits zur Pfarrkirmes gebündelt.“ So wurden Zeit und Aufwand eingespart. Nun erlebten die Ausrichter in den vergangenen Jahren, dass vor allem bei der einheimischen Bevölkerung das Interesse am Samstagabend des Festes stark nachließ. Bis dato wurde die Kirmes komplett am Antoniushof gefeiert und von den Vereinsmitgliedern bestückt, was wiederum mit viel Arbeit verbunden war. In diesem Jahr nun fand der Kirmes-Samstag zum ersten Mal an „Seppi‘s“ Eck statt.

Der an sich überschaubare Kiosk hat sich im Laufe der vergangenen Jahre zu einem Anziehungs- und Treffpunkt mit Kultcharakter entwickelt. Kiosk-Chef Sebastian Harth lockt die Besucher immer wieder mit ausgefallenen und publikumswirksamen Ideen an das Rur­ufer, Bollard 21. Und so genossen auch am Samstagabend nach Festmesse, Festzug und Ausgraben der Kirmesflasche weit über 100 Besucher, darunter viele Mitglieder der Vereine aus Rurberg und Woffelsbach, Seppis Gastfreundschaft.

Ein rund einstündiges Platzkonzert gab eine Abordnung der Rurseeklänge aus Woffelsbach unter der Leitung von Dirk Cremer. Gerne nahmen etwa die Damen und Herren des Karnevalsvereins „Kiescheflitscher“ das Angebot an. Die Damen sagten, als sie in gemütlicher Runde zusammenstanden: „Wir sind gerne dabei, denn die dörflichen Traditionen sollen so lange aufrechterhalten werden, wie es geht.“

Am Sonntag ging es am Antoniushof weiter mit Tombola, Kinderprogramm und Cafeteria.

(gkli)
Mehr von Aachener Nachrichten