Erntedankfest 2018 in Strauch

Erntedankzug : Straucher danken für die üppige Ernte 2018

Erntedankfeier in Strauch mit Festzug als Abschluss. Großer Einfallsreichtum bei Gestaltung der Wagen. Wärme innen und außen.

In diesem Jahr fiel die Ernte bisher sehr üppig aus. Ob Kirschen, Zwetschgen, Birnen oder bald auch Äpfel: Der Ertrag kann sich im Gegensatz zum letzten Jahr mehr als sehen lassen. Und das, obwohl die langanhaltende Hitze für einige Sorgenfalten sorgte. Für diese reichhaltige Ernte bedankten sich die Straucher am Wochenende bei den Erntedankfeierlichkeiten, begleitet von strahlendem Sonnenschein und stahlblauem Himmel.

Pünktlich um 14 Uhr setzte sich der Zug mit über 150 Teilnehmern, aufgeteilt in sechs Wagen sowie einige Fußgruppen, zum Wetter passend in der Sonnenstraße in Richtung Kirche in Bewegung. Mit von der Partie waren auch die Blasmusikvereinigung Strauch sowie die Trommler- und Pfeiferkorps aus Strauch und Rollesbroich.

Wie es in Strauch bereits eine lange Tradition ist, haben Dorfvereine und Nachbarschaftsgruppen auch in diesem Jahr einen bunten Zug zum Dank für die Ernte gestaltet. Dabei sorgten zahlreiche Blumen, Beeren, Kartoffeln, Kürbisse und Äpfel aus den Gärten und von den Feldern für ein prächtiges Bild. Die fantasievoll gestalteten Wagen und Fußgruppen zogen die Blicke der zahlreichen Zuschauer, die sich zum Großteil im Bereich der Kirche einfanden, immer wieder auf sich.

Die Minions wurden kurzerhand in die Müllions umbenannt und bildeten den kreativen Abschluss des Straucher Erntedankzuges. Foto: Max Stollenwerk

Zahlreiche Kostproben

„Der Abend gestern mit ‚Gnadenhof’ war genial, und wir hatten eine super Stimmung. Wir sind froh, dass das Wetter auch jetzt beim Zug wieder so mitspielt“, zeigte sich Christof Breuer vom Ortskartell und Mitglied bei dem Trommler- und Pfeiferkorps kurz vor dem Startschuss höchst zufrieden.

Beim Zug durften selbstverständlich auch die eine oder andere Kostprobe nicht fehlen, egal ob selbst Gebackenes, Süßigkeiten oder Hochprozentiges. Erfreulich war die hohe Anzahl der jungen Besucher im Zug und auch am Straßenrand, die sich sichtlich am liebevoll gestalteten Erntedankumzug erfreuten.

Ein Hingucker im Zug war ohne Zweifel das fahrende Insektenhotel. Unter dem Motto „Insekten sind zwar oft lästig, aber für die Ernte unerlässlich“, verteilte die Gruppe unter anderem selbst gebackenen Kuchen und Honig. „Strüücher Tee, der ist der Hit, da bleibt man jung und fit“, war auf einem weiteren Wagen zu lesen. Doch der Tee, der in Massen unter das Volk gebracht wurde, bestand wohl nicht aus reinem Tee. Ebenfalls gut an kam das selbst gebackene Brot, das eine Gruppe frei nach dem Motto „Der Ernte sei Dank für unser täglich Brot im Schrank“ anbot.

Sie bekommen das Strahlen nicht mehr aus dem Gesicht: Beim Erntedankzug in Strauch war der Nachwuchs stark vertreten und brachte Leckereien unter das Volk. Foto: Max Stollenwerk

Über einen kreativ gestalteten Wagen mit einem stattlichen Gefolge durfte sich der Straucher Hahnenkönig Torsten Lutterbach der I. freuen. „Nicht nur der Bauer braucht Malz und Hopfen, auch im Stadion trinkt unser König Hopfen“, lautete die Lobeshymne auf die Majestät.

Nach dem Zug war bei strahlendem Sonnenschein noch kein Ende der Feierlichkeiten in Sicht. Denn traditionell wurden nach dem Umzug die schönsten Wagen und Fußgruppen prämiert, bevor der DJ für einen würdigen Ausklang des Erntedankwochenendes sorgte.

Stimmung mit „Gnadenhof“

Doch der kreative Umzug am Sonntag war bei weitem nicht der einzige Höhepunkt beim Erntedankfest in Strauch. Denn bereits am Samstag wurden die Feierlichkeiten mit dem „Dämmerschoppen“ im Pfarrheim eröffnet. Hier stimmten sich Wagenbauer, Helfer und andere Besucher mit DJ bereits auf den anstehenden Erntedankumzug ein. Ein besonderer Höhepunkt war hier der Auftritt der Steckenborner Coverband „Gnadenhof“.

Diese sorgte bei den über 300 Gästen für beste Stimmung und gute Unterhaltung. „Wir hatten hier absolut volles Haus und einen tollen Abend mit reichlich guter Musik“, bilanzierte Christof Breuer. Sowohl am Samstagabend als auch während der Feierlichkeiten am Sonntag waren im und um das Pfarrheim Cafeteria, Grill und Frittenbude geöffnet und sorgten für eine willkommene Abwechslung neben reichlich Flüssignahrung sowie Hochprozentigem.