Monschau: Erlebnisse an einem Bienentag beim Kinderkonzert

Monschau : Erlebnisse an einem Bienentag beim Kinderkonzert

Mit dem dritten der Kinderkonzerte im Klostersaal Monschau schloss nun am Samstag die erlebnis- und erfolgreiche Spielzeit der Kammerkonzertreihe „Montjoie Musicale“ endgültig ab. Und auch diesmal war das bewährte Duo der beiden „Lisen“, Lisa Mersmann (Cello) und Lisa Klingenburg (Querflöte und Moderation), zur Stelle, die wieder ein Bilderbuch zum Ausgangspunkt ihrer musikalischen Reise machten.

Nicht umsonst trägt das Konzept der beiden musikalischen Damen den beziehungsreichen Titel „Liesa-Kinderkonzerte“ — wohlgemerkt mit „ie“. Zwar entsprang dieser Titel naheliegenderweise zunächst den Vornamen der Musikerinnen. Da es aber immer um ein Bilderbuch geht, das musikalisch „in Szene“ gesetzt wird, so steht das „e“ im Titel eben auch für das „Lesen“ und für die Einladung: „lies!“ Und da die beiden jungen Damen dachten, dass dieses Lesen eben mit der sinnlich-akustischen Hilfe der Musik viel besser geht, war die Grundidee der „Liesa-Konzerte“ geboren. Zugleich bot sich die Möglichkeit, Kinder mit der klassischen Musik vertraut zu machen, deren „sprechende“ Kraft so zum Ausdruck kommen soll. Durch das Bilderbuch kommt dann eben auch das Bildelement hinzu, so dass das Ganze eigentlich eine Art Gesamtkunstwerk darstellt. So war es auch diesmal wieder.

Das zugrunde gelegte Bilderbuch erzählte von den Erlebnissen einer Biene im Laufe ihres Bienentags im Walde. Und es war schon erstaunlich, wie gut es gelang, all dies mit den ausgewählten Stücken aus der klassischen (und nicht nur klassischen) Musik in Beziehung zu setzen. So stellte sich eine bunte Schar von Tieren musikalisch vor, angefangen vom Stieglitz (mit Musik von Vivaldi), der Hummel (Rimskij-Korssakow), dem Schwan (Saint-Saëns) und dem Schmetterling, der durch das bekannte Menuett von Boccherini vergegenwärtigt wurde. Am Schluss gab es noch einen Bienentanz mit dem „New Rag“ von Scott Joplin. Die anwesenden Kinder (angesichts des Sommerwetters waren es leider nicht allzu viele) erwiesen sich dabei als durchaus versiert und machten gut mit.

Auch in der nächsten Spielzeit wird es natürlich wieder Kinderkonzerte geben. Das versprach Florian Koltun, der als Leiter der Kammermusikreihe an diesem Nachmittag auch die Begleitung der jungen Künstlerinnen am Klavier übernommen hatte.

(js)
Mehr von Aachener Nachrichten