ROTT: Erhalt des Saals Hütten ist gesichert

ROTT : Erhalt des Saals Hütten ist gesichert

„Ja, wir fiebern schon ein wenig dem 1. September entgegen,“ stellt Manfred Adrian vom Förderverein Rott Saal Hütten e.V. fest, als er sich im besagten Saal mit Architekt Thomas Staerk einmal mehr zu einem Meinungsaustausch traf.

Warum die Verantwortlichen des Fördervereins dem 1. September entgegenfiebern, ist darin begründet, dass der Verein an diesem Tag von der Nordrhein-Westfalen-Stiftung durch Ehrenpräsident Harry Voigtsberger einen Scheck über 100.000 Euro als Zuschuss zum Erwerb des Saales Hütten erhalten wird.

Um Gaststätte bemüht

Zwischenzeitlich hat der Förderverein den historischen Saal, der seit rund 130 Jahren Dorfmittelpunkt ist, auch von der bisherigen Eigentümerin gekauft, wozu Adrian erläutert: „Wir haben beim Notar verfügt, dass wir vom Förderverein das Objekt in Eigentümergemeinschaft mit einem Privatinvestor, der sich auch um die Wiedereröffnung der Gaststätte bemüht, erworben haben.“

Ergänzend stellen Manfred Adrian und Thomas Staerk im Zusammenhang mit den 100.000 Euro der NRW-Stiftung klar, dass diese Summe natürlich nicht ausgereicht habe, um den Saal zu kaufen. „Das ist quasi die Anschubfinanzierung“, sagt Adrian.

Mit dem nun erfolgten Erwerb des Saales Hütten hat der Förderverein nach jahrelangen Bemühungen um den Erhalt dieser unter Denkmalschutz stehenden Lokalität ein erstes wichtiges Ziel erreicht. „Wir sind daran interessiert, dass in den Dorfmittelpunkt unter der Kastanie neben dem Saal und der Gaststätte wieder Leben kommt,“ sagt Adrian. Dafür hat der 2009 gegründete Förderverein lange gekämpft. Nachdem vor drei Jahren kein neuer Pächter für Saal und Gaststätte zu finden war, sah es düster für die beiden Lokalitäten aus, in denen über Jahrzehnte regelmäßig Konzerte, Vereinssitzungen und Kabarettabende stattgefunden hatten.

Bis dahin hatte der Förderverein schon viele Investitionen für den Saal getätigt: Neue Fenster waren eingebaut worden (mit großem Anteil des Heimat- und Eifelvereins), Toilettenbereich und Fußboden wurden saniert und eine neue Theke angeschafft. Daneben erfolgten viele andere Arbeiten in Eigenregie und mit finanziellen Mitteln des Fördervereins. Wie Staerk und Adrian hervorheben, wurde vor dem Kauf des Saales natürlich ein Gutachten über den Bauzustand erstellt, „dass im Übrigen auch vom Förderverein bezahlt wurde.“

Nach dem Kauf blicken die Verantwortlichen nun optimistischer in die Zukunft. Das liegt auch darin begründet, dass der Saal für Veranstaltungen aller Art offensichtlich weiterhin gut angenommen wird. Thomas Staerk sagt: „Wir haben in diesem Jahr allein 21 Veranstaltungen im Saal.“ Zudem plant der Förderverein in diesem Jahr im Rahmen einer Gemeinschaftsaktion mit den anderen Vereinen im Ort noch eine Nikolausfeier, wozu Manfred Adrian werbend festhält: „Da wird jedes Kind ein Tüte mit allerlei Leckerei erhalten, und ich kann versichern, dass der Nikolaus sein Erscheinen zugesagt hat.“

Saal soll umgebaut werden

Die Pläne für den Umbau des Saales sehen im Übrigen vor, den jetzigen Eingang in Richtung Kirche zu verlegen sowie den Zugang zu Saal und Toiletten barrierefrei zu gestalten. Neben der Zuschusssumme von 100.000 Euro durch die NRW-Stiftung, die ausschließlich für den Erwerb des Objektes gedacht ist, hat der Förderverein bei der Städteregion Aachen auch einen Antrag auf Zuschuss im Zusammenhang mit dem behindertengerechten Ausbau gestellt.

Im Zusammenhang mit den Umbaumaßnahmen sind natürlich weitere finanzielle Mittel nötig. „Nach der offiziellen Scheckübergabe durch die NRW-Stiftung am 1. September werden wir im Ort eine Spendenaktion starten, um die Dorfbevölkerung um finanzielle Unterstützung zu bitten. Da kann dann jeder nach seinen finanziellen Möglichkeiten sein Scherflein zum Erhalt des Saales beitragen“, sagt Manfred Adrian. Angedacht ist dabei, im Rotter Lädchen gegenüber der Kirche eine entsprechende Spendenbox aufzustellen.

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