Rohren: Erdwärme-Anlage ist jetzt ein Fall für den Bulldozer

Rohren: Erdwärme-Anlage ist jetzt ein Fall für den Bulldozer

Da hat jemand mit Zitronen gehandelt, denn die bereits im Bau befindliche Anlage zur Gewinnung von Erdwärme ist nach dem einstimmigen Votum des Monschauer Planungsausschusses nicht genehmigungsfähig.

Dabei spielen gleich mehrere Faktoren einen Rolle: Im Flächennutzungsplan der Stadt ist das Terrain als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen, die Baustelle befindet ist im Außenbereich und liegt zudem innerhalb eines Landschaftsschutzgebietes.

Keine Chance also, obwohl bereits gebaut wird. Es handelt sich um einen massiven unterirdischen Baukörper mit einer Grundfläche von 16 x 8,5 Metern und einer Gesamthöhe von 2,7 Metern. Die Umfassungswände sind gemauert, Decke und Boden werden aus Beton hergestellt.

Der Baukörper, in dem sich auf zwei Ebenen verteilt Wärmekollektoren befinden, wird mit Sand gefüllt. Zwischen Sandlage und Abschlussdecke befindet sich eine Beregnungsanlage, die von den Niederschlagswässern der Dachflächen der bestehenden Bebauung gespeist wird.

Das alles ist jetzt eine Sache für den Bulldozer, denn die Untere Landschaftsbehörde der Städteregion Aachen hat im vorliegenden Fall keine Befreiungsgründe z.B. wegen zu großer Härte oder wegen des Allgemeinwohls gefunden. Zumal auf dem als Bauland zu wertenden vorderen Teil des Grundstücks hinreichend Platz für eine solche Anlage vorhanden sei.

Einhellig wurde deshalb dem Vorhaben vom Planungsausschuss das so genannte gemeindliche Einvernehmen versagt. Einige Politiker äußerten sich auch irritiert. Eine solch große Anlage ohne Genehmigung zu bauen, „das ist schon sonderbar”.

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