Entwicklung am Standort Vogelsang

Ziele erreicht : Partner einigen sich auf Übergang in neue Strukturen

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, das Land NRW und die Region wollen die Vermarktung der Restimmobilien und die Überführung in neue Trägerstrukturen in den Jahren 2019 und 2020 am Internationalen Platz Vogelsang weiterhin gemeinsam gestalten.

Das schreibt die seit dem Jahr 2005 gemeinsam getragene Standortentwicklungsgesellschaft Vogelsang GmbH (SEV) in einer Pressemitteilung. Die Standortentwicklungsgesellschaft werde nun entbehrlich und deshalb einvernehmlich aufgelöst. Die entsprechenden Beschlüsse seien Anfang Oktober in den Gremien der SEV gefasst worden.

Gesellschafter der Standortentwicklungsgesellschaft Vogelsang GmbH sind die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, das Land Nordrhein-Westfalen (vertreten durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung) und die Kreise Euskirchen und Düren, die Städteregion Aachen sowie die Stadt Schleiden

Bereits im Jahr 2016 verständigten sich die Gesellschafter in einem Letter of Intent (LOI), die partnerschaftliche Zusammenarbeit in der SEV für die Jahre 2017 und 2018 fortzusetzen und anschließend die Gesellschaft zu liquidieren. Hauptziel war, die Konversion der ehemals militärisch genutzten Flächen nach Eröffnung des „Forums Vogelsang“ zu forcieren und bis Ende des Jahres 2018 zu Ende zu bringen. „Dieses gesetzte Ziel wird bis Ende dieses Jahres weitgehend erreicht werden, mit etwa 77 Prozent wird der Großteil der sich noch im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) befindlichen Flächen voraussichtlich veräußert sein, weitere 13 Prozent sind verpachtet“, schreibt die SEV

Auch die zu Beginn der Konversion gesetzten Ziele der Standortentwicklung hätten durch die SEV umgesetzt werden können. Aktuell seien 14 Nutzungen in Betrieb, vier weitere Ansiedlungen befänden sich in der Entwicklung. Fast 170 Arbeitsplätze seien in Vogelsang geschaffen worden. „Diese positive Entwicklung wollen die Partner nicht durch einen abrupten Ausstieg gefährden, sondern auch in einer Übergangsphase durch die bisherigen bewährten Mitarbeiter der SEV verantwortet wissen“, schreibt die SEV.

Die Finanzierung der Personal- und Sachkosten erfolge wie bisher zu gleichen Teilen durch die BImA, das Land und die Region. Der Kreis Euskirchen werde das seit dem Jahr 2011 durch die SEV aufgebaute Geländemanagement des Standortes in den Jahren 2019 und 2020 in seine Verantwortung übernehmen.Die Vertreter der Partner hätten sich aufgrund der gefundenen Fortsetzung der Zusammenarbeit durchweg positiv geäußert, schreibt die SEV. „Das Land engagiert sich auch im Jahre 2019 um einen gelungenen Übergang in die neue Trägerstruktur zu unterstützen“, sagte Staatssekretär Dr. Jan Heinisch, der sich für die jetzt gefundene Lösung stark gemacht hatte. Auch der Vorstand der BImA, Paul Johannes Fietz, begrüßt die Fortsetzung der gemeinsamen Entwicklung: „Nachdem bereits für viele der denkmalgeschützten Gebäude in Vogelsang durch die SEV eine sinnvolle Nachnutzung entwickelt wurde, erhoffe ich mir, dass wir in den kommenden zwei Jahren auch für die restlichen Immobilien eine Lösung finden.“ Manfred Poth hat die Hochs und Tiefs des Konversionsprozesses als Aufsichtsratsvorsitzender der SEV alle miterlebt: „Vogelsang hat sich wie erhofft zu einem bedeutenden Tourismusstandort und damit Wirtschaftsfaktor derRegion entwickelt. Dieser Prozess ist noch nicht zu Ende.“

Um die Zusammenarbeit der Partner mit dem Wegfall des Aufsichtsrats der SEV weiterhin effektiv zu gestalten, werde die Lenkungsgruppe mit je einem Vertreter der Partner im Jahr 2019 das zentrale Steuerungsorgan der Standortentwicklung, teilt die SEV mit.

(red)
Mehr von Aachener Nachrichten