Abiturienten spenden für Theo Call: Entlassstufe des St.-Michael-Gymnasiums übergibt 1200 Euro

Abiturienten spenden für Theo Call : Entlassstufe des St.-Michael-Gymnasiums übergibt 1200 Euro

Großen Applaus gab es in der Kalterherberger Vereinshalle, als die Abiturientia 2018 des St.-Michael-Gymnasiums Monschau verkündete, dass mit ziemlicher Sicherheit ein vierstelliger Betrag an den Förderverein Bruder Theo Call gespendet werden kann. Nun ist es amtlich. Am Mittwoch konnte die Stufe unter dem Motto „Westminster Abi — Wir sind die Krönung“ einen Betrag in Höhe von 1200 Euro an den Vorsitzenden Martin Krings übergeben.

Der Förderverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, den vor ungefähr 50 Jahren nach Tansania ausgewanderten Missionar und gebürtigen Konzener Bruder Theo Call zu unterstützen.

Der Abiturjahrgang 2018 begann bereits früh durch Veranstaltungen, wie eine Musicalaufführung oder ein organisiertes Fußballturnier, die Stufenkasse aufzubessern. Immer mit dem Ziel vor Augen, eine großartige Abschlussfeier zu organisieren. Die Kasse wurde dann durch die zwei Abifeten deutlich aufgestockt, und der großen Feier Ende Juni stand nichts mehr im Wege.

Zufriedener Stufensprecher

Auch wenn sich viele Kosten nicht vermieden ließen, war Stufensprecher Janis Langohr sehr zufrieden. „Im Hinterkopf habe ich immer an eine Spende gedacht“, so der 20-Jährige. „Es ist sensationell, dass wir so viel überschüssiges Geld spenden können.“

Martin Krings, Gründer und Vorsitzender des Fördervereins, bedankte sich bei den jungen Spendern. „Es ist klasse, dass die Abiturientinnen und Abiturienten mit dem übriggebliebenen Geld Gutes tun“, so der Vorsitzende.

Wann Krings das nächste Mal nach Afrika fliegt, um den „Weißen Missionar“ im Westen von Tansania zu besuchen, kann er zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen, zeigt sich aber zuversichtlich. „Auch ohne mein Erscheinen ist das Geld gut angelegt“, sagt der Konzener mit einem Lachen.

Geld wird für Schule verwendet

Beim Abend der Spendenübergabe wurde außerdem schon klar festgehalten, in welches Projekt das Geld fließt.

„Die Spende wird eins zu eins die Schule vor Ort unterstützen, in der auch behinderte Kinder die Chance auf Bildung kriegen“, sagte Elke Krings, Ehefrau des Vorsitzenden. (jca)

Seit mehr als 50 Jahren lebt und arbeitet Bruder Theo Call in Kabanga. Der Missionar setzt sich vor allem für die Albinos ein, eine Gruppe der Bevölkerung, die wegen einer angeborenen körperlichen Störung hellere Haare und auch eine hellere Haut haben. Call baute ein Albinoheim, in dem heute 120 Albinos Zuflucht finden. Sein größtes Projekt ist derzeit der Bau einer Wasserturbine, um den Lebensstandard der Bevölkerung weiter zu verbessern. Der Förderverein unterstützt das Projekt des gebürtigen Konzeners.

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