Konzen: „Einzigartiger Rundblick”: Eifelverein Konzen baut Aussichtsturm

Konzen: „Einzigartiger Rundblick”: Eifelverein Konzen baut Aussichtsturm

Von oben sind bei guter Sicht 14 Fernziele zu sehen. „Oben” - das ist ein kleiner Aussichtsturm, gut 2,50 Meter hoch, auf dem alten Bassin des Wasserwerkes auf der „Hohe”. Die „Hohe” ist mit 572 Metern der höchste „Berg” in Konzen, der Blick von dort in die Weite des Monschauer Landes ist besonders schön.

Oben auf der „Hohe” hat der Naturpark Nordeifel einen so genannten Eifel-Blick eingerichtet, der bereits im Internet unter „Eifel-Blicke” präsent ist. Insgesamt wurden bisher in der Region 45 solcher Aussichtspunkte hergerichtet.

Auf dem unter Erdreich befindlichen Hochbehälter steht bereits das „liegende E” (eine Ruhebank), auf den Info-Tafeln erfahren die Besucher, was es ringsum alles zu sehen gibt. Der Eifelverein Konzen wird noch in diesem Jahr den „Eifel-Blick” ausgestalten und damit deutlich aufwerten. Geplant ist eine gut 2,50 Meter hohe Aussichtsplattform, die von 4,50 Meter hohen Rundhölzern umgeben und gesichert wird. Eine Treppe führt hinauf auf die Plattform. Ein Weg führt spiralförmig hinauf auf das begrünte Dach des historischen Wasserbehälters aus dem Jahr 1933.

Der Eifelverein Konzen wird den kleinen Turm bauen und auch den Platz davor (Info-Tafeln und Bänke) herrichten. Die Gesamtkosten für das Projekt sind auf rund 38.000 Euro berechnet, der Eifelverein wird etwa 530 Arbeitsstunden einbringen, die im Geldwert auf 5300 Euro veranschlagt sind.

Mit dem Projekt in Konzen hat sich nun auch der Wirtschaftsausschuss des Monschauer Stadtrates befasst. Idee und Engagement des Eifelvereins wurden überaus gelobt, der einzigartige Eifel-Blick werde zu einem Gewinn für den Tourismus, zeigte sich Ratsherr Martin Krings überzeugt. Das Projekt sei förderwürdig, plädierte er dafür, dass die Stadt das Vorhaben mit insgesamt 5000 Euro unterstütze.

Kritik an der Kritik

Das notwendige Bauholz kommt aus dem Monschauer Stadtwald, was Bernd Roder aus Höfen zu der Bemerkung veranlasste: „Schön, dass wir in der Stadt noch unseren Wald haben”. Kritik äußerte Wolfgang Weber von der FDP. Er würdigte zwar das Engagement des Eifelvereins, kritisierte aber die Kosten für den Baggereinsatz und die Betonplatte. Er werde dem Projekt nicht zustimmen.

Bürgermeisterin Margareta Ritter erklärte, dass es in der Entscheidung des Ausschusses lediglich um einen geldwerten Zuschuss der Stadt in Höhe von 2000 Euro gehe, die Betonkosten und die Baggerstunden zu bewerten sei nicht Sache der Stadt, sondern der Städteregion. Die habe bereits zugestimmt, berichtete Werner Krickel, der von einem „tollen Projekt” des Eifelvereins sprach und über die Bemerkungen von Wolfgang Weber (FDP) „erschrocken” sei. Ihn ärgere, dass Wolfgang Weber „wegen Kleinigkeiten” Kritik äußere, Fragen und Probleme hätte er im Vorfeld in der Fraktion und mit der Verwaltung klären können.

Bei der Abstimmung enthielt der FDP-Vertreter sich der Stimme. Die Städteregion fördert das Projekt mit gut 19.000 Euro, der Eigenanteil des Eifelvereins ist auf etwa 8700 Euro veranschlagt. Die Aussichtsplattform an der „exponierten Lage und mit dem einzigartigen Rundblick”, so die Verwaltung, wird noch in diesem Jahr gebaut.