Einsegnung einer Gedenkstätte auf dem Imgenbroicher Friedhof

Gedenkstätte : Einsegnung einer Gedenkstätte auf dem Imgenbroicher Friedhof

Dank großzügiger Unterstützung durch ortsansässige Betriebe und auswärtige Energieversorger konnte eine neu gestaltete Gedenkstätte für die Gefallenen des ersten Weltkrieges sowie für die Zivilopfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Imgenbroicher Friedhof eingesegnet werden.

Dank großzügiger Unterstützung durch ortsansässige Betriebe und auswertige Energieversorger konnte eine neu gestaltete Gedenkstätte für die Gefallenen des ersten Weltkrieges sowie für die Zivilopfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Imgenbroicher Friedhof nun eingesegnet werden.

Andreas Gabbert, der 1. Vorsitzende des Vereins für Heimatgeschichte Imgenbroich, konnte zur Vorstellung und Einsegnung der Gedenkstätte Bürgermeisterin Margareta Ritter, den Ortsvorsteher Peter Weber, den Ortskartellvorsitzenden Bruno Welter, einige Vorstandsmitglieder des Heimatvereins sowie eine Abordnung des Trommler- und Pfeiferkorps begrüßen.

Nach den Aussagen von Geschäftsführer Otto Drosson vom Heimatverein fanden auf dem Imgenbroicher Friedhof die Gebeine von 11 Toten (9 waren Zivilopfer des Zweiten Weltkrieges und 2 waren Soldaten, die nicht an der Front gefallen waren) ihre letzte Ruhestätte. 1962 legte die Gemeinde Imgenbroich zentral auf dem Friedhof eine Gedenkstätte für die Zivilopfer des Krieges an. Die Gedenkstätte wird vom VdK (Verband der Kriegsopfer) unterhalten. Für die Gräber gilt laut einem Gesetz von 1965 ein dauerndes Ruherecht. 2016 regte der VdK nach einer Besichtigung an, die mittlerweile etwas verwilderte Anlage gründlich neu zu gestalten. 2017 wurden die Arbeiten unter städtischer Regie ausgeführt.

Die Finanzierung erfolgte durch den VdK. Helmut Willms vom Heimatverein regte an, im Zuge dieser Maßnahme das alte Ehrenmal für die Gefallenen des ersten Weltkrieges aus dem Jahr 1924 zu restaurieren und in die Anlage zu integrieren. Das Ehrenmal stand unbeachtet an einer Hecke innerhalb des Friedhofes. Die Inschriften waren kaum noch lesbar. Bis zur Einweihung des neuen Ehrenmals für die Opfer der beiden Weltkriege in der Ortsmitte im Jahre 1953 hatte es seinen Platz dort, wo die erste katholische Kirche gestanden hatte.

Die Idee der Restaurierung fand die Zustimmung des Heimatvereins und der Stadt Monschau. Dank großzügiger Spenden konnte die Finanzierung der Restaurierung gesichert werden. Dem Heimatverein ging es vorrangig darum, die Schriften wieder lesbar zu machen. Dabei wurden nur die gröbsten Schäden beseitigt. Die Priestergräber wurden ebenfalls in die neu gestaltete Gedenkstätte integriert. „Es ist eine würdige Anlage inmitten des Imgenbroicher Friedhofs“, betonte Otto Drosson zum Abschluss seiner Ausführungen.

„Ich möchte dem Heimatverein danken, der mit Hilfe von Sponsoren das Kriegsdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges hat restaurieren lassen. Erfreulich ist, dass die Inschriften wieder lesbar sind. Mein Dank gilt auch dem Bauhof der Stadt Monschau, der bei der Neugestaltung der Gräber der Ziviltoten des Zweiten Weltkrieges mitgewirkt sowie die Umsetzung des Kriegsdenkmals an die jetzige Stelle unterstützt hatte. Durch die Neugestaltung und Umsetzung des Denkmals wurde ein ansprechender und würdevoller Ort geschaffen“, sagte Imgenbroichs Ortsvorsteher Peter Weber.

Der Ortskartellvorsitzende Bruno Welter segnete die restaurierte Gedenkstätte ein. „So wie wir in Ehrfurcht vor den Toten jedes Grab segnen und damit die Würde der Verstorbenen herausheben, wollen wir auch heute die neu restaurierte Gedenkstätte segnen“. Eine Abordnung des Trommler- und Pfeiferkorps spielte das deutsche Soldatenlied „Ich hatte einen Kameraden“.

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