Einruhr zieht die Geländefahrer an

„Mountainbike am Rursee“ : Einruhr zieht wieder hunderte Geländefahrer an

Am Sonntag herrschte schon ab den Morgenstunden Volksfeststimmung im ansonsten beschaulichen Einruhr. Im sogenannten Dorf am See hatten sich einige hundert Mountainbiker aus ganz Deutschland, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden eingefunden, um beim zenten „Mountainbike am Rursee" dabei zu sein, das einmal mehr vom Orga-Team des SV Einruhr-Erkensruhr perfekt organisiert war.

Nachdem sich bereits nach den Voranmeldungen über 500 Akteure zu dem Rad-Event angemeldet hatten, konnten die Veranstalter am Ende 675 Teilnehmer melden, die sich bei sengender Hitze auf die vier zur Auswahl stehenden Strecken von 22 bis 100 Kilometer machten. Dabei stand an diesem Tag die reichhaltige Getränkeversorgung der Athleten im Vordergrund, da das Thermometer bereits gegen 11 Uhr stramm auf die 30-Grad-Marke zu marschierte. Die Temperaturen waren wohl auch mit ein Grund dafür, dass der Teilnehmerrekord des vorigen Jahres (800) dieses Mal nicht erreicht wurde.

Gestartet wurde in vier verschieden langen Distanzen: von der Funstrecke über 22 Kilometer (55 Teilnehmer), über die Kurzdistanz mit 40 Kilometern (310 Teilnehmer) bis hin zum Halbmarathon über 70 Kilometer (200 Teilnehmer) und schließlich der Königsdisziplin, dem Marathon über 100 Kilometer (110 Teilnehmer). Beim Marathon waren stolze 2600 Höhenmeter zu überwinden.

Für die Organisation gab es wieder Lob von allen Seiten. Jordan Julius aus Bonn meinte vor dem Start des 40-Kilometer-Rennens dazu: „Hier ist alles bestens organisiert“, dem sich Axel Hellner aus Attendorn sowie Marc Nießen vom SV Einruhr/Erkensruhr anschlossen.

Natürlich war auch wieder viel MTB-Prominenz am Start, wie beispielsweise der Weltklasse-Mountainbiker und Marathon-Spezialist Sören Nissen. Der Vorjahressieger des Marathon-Rennens war auch dieses Mal nicht zu bezwingen und fuhr nach drei Stunden und 45 Minuten (03:45:07) vor dem Niederländer Bart Classens (03:47:42) über die Ziellinie. Hermann Peter vom lokalen Team Firebike landete knapp dahinter (03:55:33) auf dem fünften Platz. Paul Häuser aus Hürtgenwald landete im Ranking (04:00:55) auf dem achten Platz.

Moderiert wurde die Veranstaltung erneut von Felix Arens. Der belgische Kenner des Radsports versorgte Zuschauer und Athleten im Startbereich den ganzen Tag über mit Infos zum Rennen und führte in deutsch, flämisch und französisch aufschlussreiche Kurzinterviews mit den Akteuren.

Die Marathon-Route führte auch entlang der Rur. Von Einruhr ging es über Dedenborn, Eicherscheid, Grünental, Menzerath und Rohren wieder zurück nach Einruhr, wo es dann erneut in die zweite Runde ging.

Neben den anderen Rennen fand am Sonntag parallel die dritte Landesmeisterschaft der Feuerwehren aus Nordrhein-Westfalen statt, die im 40-Kilometer-Rennen integriert war. Rund 60 Wehrleute nahmen daran teil, wobei die Freiwillige Feuerwehr Netphen bei den Damen (Friederike Steuber) die Nase vorn hatte. Bei den Herren siegte Lukas Müller von der Berufsfeuerwehr Köln (01:36:53). Raphael Küpper von der Dürener Wehr sicherte sich den vierten Platz.

Am Ende waren alle Sportler froh, als sie Ziel und Duschen erreichten. „Wir kommen nächstes Jahr wieder“, war am Ende trotz aller Hitzestrapazen der allgemeine Tenor, bevor es bei den Siegerehrungen Sachpreise, Geldpreise und Urkunden in Fülle gab. Die Siegerlisten sind über die Internetseite mtb-am-rursee.de einsehbar.

(ho)
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