Eicherscheid: Eine zeitlose Reise in alte Brauchtümer

Eicherscheid: Eine zeitlose Reise in alte Brauchtümer

Es ist wie eine Reise in eine andere Zeit: Wer das Eicherscheider Heimatmuseum von Anneliese und Josef Arnolds betritt, fühlt sich um mehr als ein halbes Jahrhundert zurückversetzt. Auf liebevolle Weise hat das Ehepaar ein ganzes Leben lang tausende Kostbarkeiten und Altertümchen gesammelt.

Dass sich das Heimatmuseum „Zur alten Scheune” nicht nur für Heimatforscher eignet, zeigt die Vielfalt an Besuchern. „Wir haben schon viele Historiker hier gehabt”, weiß Josef Arnolds. „Wandergruppen kehren bei uns ein und auch ganze Familien verbringen schöne Stunden bei uns.” Groß und Klein seien gleichsam begeistert vom reichen Fundus, der in der ehemaligen Scheune des Bauernhauses zu finden ist.

Handwerkszeug und Hausrat ist auf vielfältige Weise zu bewundern. Besonders stolz ist Familie Arnolds auf den „Kappes-Schaber”, der zur Zubereitung von Sauerkraut, dem Leibgericht der Eicherscheid - so behauptet es zumindest der Volksmund.

Sieben verschiedene Sensenarten sind in Arnolds Heimatmuseum zu finden, ebenso die „Fernies” - ein Herd aus Großmutters Zeiten - oder ein „Reff” zur Bearbeitung von Roggenstroh fürs Fachwerkdach. Eben mit solchem Stroh war übrigens das Bauernhaus noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts bedeckt.

Und selbst wer bereits einmal im Eicherscheider Heimatmuseum war, kann immer wieder kommen, schließlich füllen Anneliese und Josef Arnolds ihre Sammlung stetig auf: „Wir besuchen Trödelmärkte auf der Suche nach altertümlichen Raritäten”, versichert Anneliese Arnolds, die schon als Kind mit dem Sammeln und sich im Jahre 2006 mit der Eröffnung des eigenen Museums einen Traum erfüllte.

Von April bis November ist die „alte Scheune” geöffnet. Einzelausflügler wie Gruppen sind herzlich willkommen, um eine telefonische Anmeldung unter 02473/8252 wird jedoch gebeten. „Dann können wir unsere Gäste bei ihrer Zeitreise begleiten, ihnen etwas erklären und anbieten”, sagen Anneliese und Josef Arnolds.

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