Monschau: Eine Liebeserklärung an die Altstadt: Musikvideo über Monschau

Monschau : Eine Liebeserklärung an die Altstadt: Musikvideo über Monschau

Renate Reinartz und Markus Kreisel lieben die Monschauer Altstadt und wollen ihre Begeisterung mit anderen teilen. Deshalb haben sie jetzt ein Musikvideo als Hommage an die Altstadt produziert. „Berg der Freude Monschau — Das Stadt-Lied“ haben sie ihre Produktion genannt, die sich jeder auf Youtube ansehen kann.

„Wir lieben diesen Ort und wollen zu seinem Erhalt als lebenswerte Stadt beitragen. Wir sind Monschau-Fans“, erklärt Renate Reinartz.

Mit Blick auf die Monschauer Altstadt haben Renate Reinartz und Markus Kreisel schon viele kreative Ideen entwickelt. Foto: R. Reinartz

Seit 2010 leben die beiden Wahl-Monschauer aus dem Rhein-Erft-Kreis in einem Haus an der Kirchstraße. Auf ihrem Internetblog www.mon-schau.de hat Renate Reinartz einmal die vielen Gründe aufgezählt, warum sie ausgerechnet nach Monschau gezogen sind. Oft ist sie mit ihrem kleinen weißen Hund in den Gassen der Altstadt unterwegs. Sie trifft man auf vielen Veranstaltungen, und sie hat auch schon für das Amt der Bürgermeisterin kandidiert. Inzwischen ist sie in der Altstadt so bekannt wie ein bunter Hund.

Erinnerungen an alten Werbespot

Die Idee für das Musikvideo entstand, als sie eine Melodie hörten, die sie an einen Werbesport aus den 1960er Jahren erinnerte, in dem ein Produkt besungen und die Vorteile von allen Seiten beleuchtet wurden. „Diese Werbung war ultrakitschig und die ultimative Lobhudelei, sie war aber auch mit einem Augenzwinkern verbunden. Wir haben uns gedacht, so etwas müsste es auch für Monschau geben“, sagt Renate Reinartz.

Das Problem war aber, dass sie die Musik aus rechtlichen Gründen nicht nutzen konnten und es ihnen selbst nicht möglich war, selbst ein ähnliches Musikstück zu produzieren. „Das wir das mit der Musik hinbekommen, war unsere größte Sorge. Also haben wir über eine Internetplattform einen Komponisten gesucht und gefunden, der etwas Ähnliches für uns erstellt hat“, erklärt Reinartz.

Anschließend machten sie sich daran, einen Text zu schreiben. Zusammen haben sie gereimt, geklatscht und überlegt, wie man die Zeilen aneinander reiht. „Es reimt sich nicht immer, und das Tempo variiert. Aber das ist so gewollt“, sagt Markus Kreisel.

Bevor das Lied dann in den Online-Studios in Mützenich aufgenommen wurde, stand noch die große Frage im Raum: Wer kann das für uns singen? „Dass ich allein singe, wollten wir niemandem antun. Also brauchten wir einen Chor und einen guten Tontechniker“, erklärt Reinartz. Hilfe fanden sie bei Dirk Neuß, Sabine Carl und Georg Sommer. Aber auch die Monschauer sollten beteiligt und in das Projekt eingebunden werden. „Also bin ich durch die Stadt gelaufen, um Stimmen einzusammeln. Nicht alle wollten singen, manche haben nur gesprochen. Das macht aber nichts. Das macht ja auch den Charme aus“, sagt Reinartz.

So gibt einer seinen Senf dazu, der Dachdecker bringt die Schieferdächer, ein Musiker die Konzerte in der Altstadt und ein Gastronom das Zwickelbier und den Els.

Am längsten dauerten schließlich die Video- und Fotoaufnahmen, die bis auf wenige Ausnahmen passend zum Text ausgewählt wurden. „Am Ende war es nicht ganz das, was wir uns erträumt haben. Aber irgendwann sollte es auch fertig werden“, sagt Kreisel, der den Schnitt des Videos übernommen hat. „Als es fertig war, haben wir es am nächsten Tag auch gleich rausgehauen“, sagt Reinartz.

Das Musikvideo soll Emotionen auslösen. „Ob die Menschen lachen, begeistert sind oder Kritik üben — Hauptsache es wird darüber gesprochen. Wichtig ist, dass die Leute herkommen, dann gibt es die Chance, dass sie sich so wie wir in die Stadt verlieben“, sagt Renate Reinartz.

(ag)
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