Kalterherberg: Eine junge Französin entdeckt Monschau

Kalterherberg: Eine junge Französin entdeckt Monschau

Im Rahmen der Partnerschaft zwischen Bourg St. Andéol und Monschau kooperieren die weiterführenden Schulen aus beiden Städten miteinander. Ein Arbeitsfeld in der Kooperation sind die regelmäßig stattfindenden Schüleraustausche.

Neben dem wechselseitigen Schulbesuch haben die jungen Leute die Möglichkeit, berufsbegleitende Praktika abzuleisten.

In jüngster Zeit leisteten Linda Huppertz und Corinna Hosse im Tourismusbüro von Bourg St. Andéol ein Praktikum ab. Britta Schedler war auf einem Campingplatz in St. Martin im Einsatz und Stefan Schedler unter anderem bei der Feuerwehr. Aus der Partnerstadt kam Etienne zu einem Praktikum im Lammersdorfer Kindergarten. Schüler und Praktikanten werden vom Partnerschaftskomitee betreut und unterstützt.

Bernadette Rader vom Partnerschaftskomitee begleitet neben der Betreuung durch die Gasteltern die jungen französischen Gäste in Deutschland.

Jugendaustausch verlängert

Clarisse Dupont, eine Schülerin am Marie Rivier Gymnasium in Bourg St. Andéol, besuchte beim letzten Jugendaustausch die Stadt Monschau. Das Monschauer Land gefiel ihr sehr gut. Grund genug, an den Jugendaustausch noch einen mehrwöchigen Schulbesuch an einer Monschauer Realschule anzuhängen.

Während der Schulzeit wohnt sie bei der Familie Frantzen in der Fedderbach. Die Schule besucht sie gemeinsam mit deren Tochter Vera. Veras Schwester Bettina besucht gegenwärtig eine Schule in Bourg St. Andeol. Am Ende der Schulzeit in Deutschland bringt die Familie Frantzen Clarissa wieder zu ihren Eltern zurück und holt gleichzeitig Tochter Bettina in Bourg St. Andéol ab.

Clarisse nimmt in ihrer Heimat seit drei Jahren am Deutsch- und Englischunterricht teil. Trotz dieser Vorkenntnisse in der deutschen Sprache fielen ihr die ersten Tage in der neuen Umgebung schwer. Die anfängliche Zurückhaltung hat sie schnell abgelegt und kommt im Alltag bei der Familie Frantzen und in der Realschule inzwischen sehr gut zurecht. Die Frantzens bestätigten, die sprachliche Verständigung mit Clarisse werde von Tag zu Tag besser.

Clarisse sind in den ersten Schulwochen schon grundlegende Unterschiede zwischen dem Schulbetrieb in Deutschland und ihrer Heimat bewusst geworden. Hier müssten die Schüler nach Schulschluss viel mehr Hausaufgaben machen. Einen großen Vorteil sah sie bei den deutschen Gymnasien. Hier könne man seinen Abschluss ein Jahr eher machen als in Frankreich.

Familie Frantzen und Bernadette Rader vom Partnerschaftskomitée kamen in der Schulzeit zu einem ersten Erfahrungsaustausch zusammen. Beide Seiten waren davon angetan, wie sich der Aufenthalt von Clarisse bisher in Deutschland entwickelt hat.

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