Ein zehn Hektar großes Baugebiet soll in Simmerath entstehen

Großprojekt „Am Meisenbruch“ : Ein zehn Hektar großes Wohngebiet für Simmerath

Je nach Betrachtungsweise wird Simmerath ein Stück an Monschau heranrücken – oder Monschau dem Zentralort näherkommen.

Wer bei der Fahrt den gepflegten Kreisverkehr an der Simmerather Hauptstraße (Landesstraße 246) in Richtung Monschau verlässt, trifft rechtsseitig bis hin zur Leitstelle auf eine zurückliegende Bebauung, während man heute linksseitig noch auf viel Wiesengrün blickt. Das könnte sich bald ändern, da hier ein rund zehn Hektar großes Baugebiet („Am Meisenbruch“) mit 120 Grundstücken für Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser entstehen soll.

Der Planungsausschuss der Gemeinde brachte dies nun auf den Weg und beauftragte die Verwaltung mit der Aufstellung des entsprechenden Bebauungsplanes, womit sich in absehbarer Zeit die Ortslage Simmeraths 200 Meter näher in Richtung Monschau schiebt. Die Zuwegung/Anbindung des ambitionierten neuen Baugebietes soll über einen vierten Arm im Kreisverkehr am Ortseingang erfolgen und untergeordnet über die Straße An der Mahr.

In dem von der beauftragten Planungsgruppe MVM erstellten Konzept sind im Gegensatz zum ersten Entwurf des vorigen Jahres auch zwölf Mehrfamilienhausgrundstücke enthalten mit Grundstückgrößen zwischen 700 und 1100 Quadratmeter. Die Grundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser weisen Größen von 480 bis 580 Quadratmetern aus. Je nach Lage ist auf dem Areal ein- und zweigeschossige Bauweise vorgesehen. Wie auch aus der Planzeichnung hervorgeht, erlaubt die Tiefe des Bereichs an der Hauptstraße vier Gebäudezeilen mit einem innenliegenden Grünbereich für Gärten. Das gesamte städtebauliche Konzept berücksichtigt lineare Grünstrukturen.

Ins Auge fällt auch der sogenannte Quartiersplatz im Zentrum des Plangebietes, an dessen Längsachse in Richtung Kreisverkehr auch die Mehrfamilienhäuser geplant sind. Der Quartiersplatz, als Teil der Grünen Mitte mit Parkcharakter, soll als Aufenthaltsbereich mit Sitzmöglichkeiten, Informationstafeln und Kleinkinderspielgeräten ausgestattet werden und zum Verweilen anregen. An dieser zentralen Stelle ist dann auch eine Kindertageseinrichtung geplant.

Die derzeitigen Grundstückseigentümer wurden bereits im vorigen Jahr über die Baupläne informiert, wie Jürgen Förster vom Bauamt der Gemeinde berichtete. Der Beigeordnete Bennet Gielen ergänzte zum aktuellen Stand, dass eine „harmonische Eigentümerversammlung“ stattgefunden habe.

Rechts der Hauptstraße sollen in Simmerath etwa 40 Baustellen entstehen. In der östlichen Verlängerung Richtung „In der Mahr“ rund 80 weitere. Der unterhalb des Kreisverkehrs beginnende Wirtschaftsweg in Richtung Huppenbroich (kleines Bild) grenzt das neue Baugebiet nach Südosten hin ab. Foto: Grafik:WeberConsulting/Foto: K.-H. Hoffmann

CDU-Sprecher Jens Wunderlich sprach nach der Vorstellung der Pläne von einer „ausgewogenen Planung“ und brachte seine Freude über die Erschließung des neuen Baugebietes zum Ausdruck. Manfred Sawallich (SPD), Reinhold Köller (UWG), Klaus Stockschläger (Grüne) und auch Ben Steinborn (FDP), der direkt neben dem Baugebiet „In der Mahr“ wohnt, sprachen sich gleichfalls positiv zum neuen Baugebiet aus. Somit beschloss der Planungsausschuss einstimmig, die Verwaltung der Gemeinde mit der Aufstellung des Bebauungsplanes „Am Meisenbruch“ zu beauftragen.

(ho)
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