Einruhr: Ein Rekordjahr für die Löschgruppe Einruhr

Einruhr : Ein Rekordjahr für die Löschgruppe Einruhr

Voll war es am vergangenen Samstag im Feuerwehrgerätehaus Einruhr. Dies lag jedoch nicht an einem Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr - Grund war die Jahreshauptversammlung der Einruhrer Löschgruppe. Beförderungen und Jahresrückblick standen dabei im Mittelpunkt.

„Im abgelaufenen Jahr konnten wir rekordverdächtige 29 Einsätze verzeichnen“, sagte Gerd Hüpgen, Löschzugführer und Schriftführer bei der Löschgruppe Einruhr zu Beginn seines Geschäftsberichtes. Die Einsätze teilten sich auf in 20 Einsätze zur technischen Hilfe (beispielsweise Ölspurbeseitigungen, Verkehrsunfälle oder Wassereinbrüche), sieben Brandeinsätze (Zimmer-, Dachstuhl- oder Fahrzeugbrände) und zwei sonstige Einsätze auf. Dies bedeutete eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Während 2016 lediglich 114 Einsatzstunden zu verzeichnen waren, waren es 2017 stattliche 271.

Aktuell zählt die Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Einruhr 73 Mitglieder, von denen 20 aktiv in der Einsatzabteilung, neun in der Ehrenabteilung und 44 inaktiv sind. Weiterhin berichtete Hüpgen, dass das die Löschgruppenführung, bestehend aus Oberbrandmeister Alexander Kapma als Löschgruppenführer sowie Oberbrandmeister Harald Pleus als Stellvertreter, für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt wurde.

Im Anschluss trug Pleus den Kassenbericht für 2017 vor. Von den beiden Kassenprüfern Hillary Karbig und Dennis Aerden wurde eine einwandfreie Kassenführung bescheinigt. Dennis Aerden schied nach zwei Jahren aus dem Amt als Kassenprüfer aus, während Hillary Karbig für dieses Jahr noch im Amt bleibt. Als zweiter Kassenprüfer wurde Brian Karbig ins Amt gewählt. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig und dem Vorstand wurde ein Dank für die geleistete Arbeit ausgesprochen.

2017 wurden 17 Übungs- und Unterrichtstermine abgehalten. Dies waren unter anderem eine Gemeindeübung, zwei Zugübungen sowie acht örtliche Übungen. Hier wurden insgesamt 331 Stunden aufgewendet (2016: 254).

Auch im Bereich der Aus- und Fortbildung war die Einruhrer Löschgruppe in 2017 rege aktiv, denn die Mitglieder belegten insgesamt 23 Lehrgangsplätze mit insgesamt 392 Stunden (2016: 280). Neben vier Grundausbildungs-Lehrgängen standen sieben Funktionslehrgänge sowie zwölf Fortbildungslehrgänge auf dem Stundenplan.

Hüpgen kam noch auf einige Aktivitäten der Löschgruppe während des letzten Jahres zu sprechen. Neben der Präsenz beim Rurseefest in Rurberg und beim 21. Rursee-Marathon hat man sowohl die Schiffsprozession an Fronleichnam nach Rurberg sowie den örtlichen Martinszug begleitet. Außerdem wurde im Rahmen der Brandschutzerziehung eine Übung im Kindergarten Einruhr veranstaltet, und der Tag der offenen Tür der Löschgruppe Kesternich wurde anlässlich des 110-jährigen Bestehens besucht.

Der Umbau und die Erweiterungsarbeiten am Feuerwehrgerätehaus waren ein weiteres Thema. Im September 2016 starteten die Arbeiten in Einruhr und sollten ursprünglich 2017 beendet werden. Da es jedoch zu Verzögerungen kam, geht die Löschgruppe nach aktuellem Stand davon aus, dass die Arbeiten im ersten Quartal 2018 beendet werden können. „Alles in allem hat die Löschgruppe im vergangenen Jahr 1784 Stunden für das Allgemeinwohl geleistet“, konstatierte Hüpgen. (2016: 1683).

Auch Einruhrs Ortsvorsteher Christoph Poschen war zur Jahreshauptversammlung der Feuerwehr gekommen und hatte einige Worte des Lobes mitgebracht. „Ich kann nur Danke sagen für die Arbeit, die ihr leistet. Seien es die weit über 200 Stunden Mitarbeit an der Umgestaltung des Feuerwehrgerätehauses oder die unzähligen Stunden zum Wohle der Allgemeinheit“, so Poschen, der den stets zuverlässigen Einsatz der Löschgruppe hervorhob.

Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung fand die Mitgliederversammlung des Fördervereins der Feuerwehr Einruhr statt, der zurzeit 33 Mitglieder zählt. Im Geschäftsbericht blickte Schriftführer Gerd Hüpgen auf die Beschaffungen des abgelaufenen Jahres zurück. Dies waren unter anderem neue Diensthemden, Feuerwehrkrawatten sowie Einsatzspinde. Die über 20 Spinde konnten durch eine großzügige Spende des Rursee-Marathons angeschafft werden, für die der Vorstand sich bedankte.

Zudem wurden zwei Heimrauchmelder durch den Förderverein an Haushalte abgegeben, so dass sich die Anzahl der abgegebenen Rauchmelder auf insgesamt 286 seit dem Jahr 2002 erhöhte. In diesem Jahr sollen nach Möglichkeit drei hochwertige Schnittschutzhosen sowie neue Feuerwehrhandschuhe beschafft werden.

Zwei Höhepunkte hatte sich Löschgruppenführer Alexander Kapma bis zum Ende der Versammlung aufgehoben. Nachdem er seinem Team für die gute Zusammenarbeit gedankt hatte, kündigte er an, dass es im Sommer mit der ganzen Truppe zu einem Übungswochenende nach Münster gehen wird, das von der Gemeinde Simmerath organisiert wird. Zum anderen beförderte Kapma Hillary Karbig zur Feuerwehrfrau sowie Torben Reher zum Unterbrandmeister.

Bereits im Rahmen des Ehrungsabends der Gemeinde Simmerath für Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr im Dezember wurde Gemeindebrandinspektor Gerd Hüpgen durch den Verband der Feuerwehren NRW für 40-jährige aktive Mitgliedschaft in der Löschgruppe geehrt. Ebenfalls wurde Unterbrandmeister Klaus Heup mit der Kreisverbandsnadel in Silber ausgezeichnet. Arno Wollgarten und Gregor Breuer wurden als Mitglieder der Ehrenabteilung für 40- beziehungsweise 50-jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr geehrt.

(maxs)
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