Konzen: Ein Kracher zum Auftakt des Marathon-Wochenendes

Konzen: Ein Kracher zum Auftakt des Marathon-Wochenendes

Einen krachenden Auftakt erlebte das mit sportlichen und unterhaltsamen Programmpunkten nur so gespickte Wochenende anlässlich des 42. Monschau-Marathons in Konzen.

Der Rockabend zum Start am Freitag hat sich bereits einen festen Platz und ebenso sein Stammpublikum erobert. Festival-Atmosphäre herrschte auf dem Schulhof in der Konzener Grundschul-Arena, die sich zusehends füllte. Am Ende waren es rund 550 Besucher und halb Konzen, die dreieinhalb Stunden die volle Rockdröhnung auf die Ohren bekamen.

Die Eifeler Rockband „Jailbreak“ stimmte das Publikum auf einen mitreißenden Rockabend ein. Foto: P. Stollenwerk

Das bunt gemischte Publikum genoss bei sinkenden Außentemperaturen das heiße und temporeiche Bühnenspektakel. Dafür sorgte in erster Linie die US-Coverband „John Diva & the Rockets of Love“ um ihren blondmähnigen Frontmann John Diva. Der hierzulande wenig bekannte Musiker ist in Fachkreisen ein hochgeschätzter Kollege, hat er doch Rocktitel für die Ewigkeit geschrieben, die allerdings nicht von ihm selbst, sondern von anderen Rockgrößen in die Charts gehoben wurden. Einige der größten Hits von Bon Jovi oder auch den Scorpions („Hurricane“) stammen aus der Feder Divas.

Wenige Wochen zuvor noch auf dem legendären Heavy-Metal-Festival im ostfriesischen Wacken auf der Bühne, rockte John Diva jetzt mit seinen vier Mitstreitern in der Nordeifel, und der Backstage-Bereich in Konzen war für die Band eine Premiere: Noch nie habe man sich in einem Klassenzimmer auf einen Auftritt vorbereitet, amüsierte sich Diva.

Dieser Auftritt bot dann alles, was das Publikum von einer kernigen Rockband erwartet: Schräges Outfit, wallendes Haar, bunte Stirnbänder und fette Gitarrenriffs. So erreichte ein Hauch von Wacken auch den Schulhof in Konzen. Mit ihrer wilden Bühnenshow bediente die Band perfekt das Klischee des anarchistischen und ungezogenen Rockmusikers — und das ohne dabei peinlich zu wirken. Denn das musikalische Können von John Diva und seinen Musikern ist unzweifelhaft. Ihre musikalische Kompetenz bewies die Band bei zahlreichen spektakulären Soloeinlagen.

Bestens eingestimmt auf den mitreißenden Rockabend hatte das Publikum, das anfangs noch große Distanz zur Bühne hielt, vorab die Eifeler Rockband „Jailbreak“ Die Eifeler Urväter des Rocks aus Monschau gaben in altbewährter Weise die altbewährten Rock-Klassiker zum Besten und zeigten, dass ihnen das gemeinsame Rocken auf der Bühne immer noch Spaß macht.

(P. St.)
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