Monschau: Eifelverein: Ehrenbezeugung an zwei große Förderer

Monschau: Eifelverein: Ehrenbezeugung an zwei große Förderer

Mit der Niederlegung zweier Gedenkplatten auf die Gräber von Walter Scheibler und Dr. Heinrich Pauly ging das Festjahr zum 125. Jubiläum der Ortsgruppe Monschau des Eifelvereins nun feierlich zu Ende.

Im Beisein des Vorstandes, darunter der Vorsitzende der Bezirksgruppe des Monschauer Landes, Dr. Bernd Läufer, des Vorsitzenden der Ortsgruppe Monschau, Klaus Hilgers, und dem Großneffen von Walter Scheibler, Gerhart Zimmermann, wurden die vom Eifelverein gespendeten Gedenkplatten aus Granit sowohl in Material als auch in der Schrift passend zu den Grabsteinen am vergangenen Freitag auf dem Monschauer Friedhof verlegt, bevor man sich zu einem Umtrunk bei der Familie Zimmermann versammelte.

„Eine Ehrenbezeugung an einen großen Förderer und Unterstützer des Eifelvereins MonschauÓ, so Hilgers am Grabe Walter Scheiblers. Beide sind Mitbegründer des Vereins, einer vor den Kriegen, einer danach, beide waren Vorsitzende und beide haben Geschichte geschrieben.

Dr. phil. Heinrich Pauly wurde am 22. Mai 1838 in Bad Münstereifel geboren, wirkte 40 Jahre in Monschau als Rektor der katholischen höheren Schule, als Gesellenpräses und als Oberpfarrer und starb am 14. Februar 1902. Er war Mitbegründer und Vorsitzender des „Verschönerungsvereins für Montjoie und UmgegendÓ, dem Vorläufer der heutigen Ortsgruppe Monschau. Die erste Generalversammlung fand am 27. Juli 1885 im Hotel „Horchem” statt.

Monschau eng verbunden

Pünktlich zur Eröffnung der Hohen-Venn-Bahn, die nun Fremde in das abseits gelegene Städtchen bringen sollte, begann man mit den Verschönerungsarbeiten, dem Wegebau, trug bei zur „Bequemlichkeit und Annehmlichkeit des Publikums”, so in den damaligen Statuten beschlossen, alles um „auf passende Weise die Aufmerksamkeit des auswärtigen Publikums auf die Stadt und die landschaftlichen Schönheiten zu lenken.”

Walter Scheibler, Nachkomme der bekannten Tuchmacherdynastie, wurde am 26. Juni 1880 geboren und „war Monschau unwahrscheinlich verbunden”, erzählt Hilgers. Es gab kaum etwas, für das er sich nicht engagiert hätte. Der Kommunalpolitiker war Stadtverordneter und Beigeordneter, Kreistagsmitglied, in den Notjahren Landrat und schließlich Bürgermeister, darüber hinaus Kirchmeister, Heimat- und Wetterkundler, Schriftsteller, Fotograf und unermüdlicher Wanderer.

Rutschte er als Schuljunge noch auf Schneeschuhen die Hänge Monschaus hinunter, widmete er sich später dem Skitourismus und verfasste Berichte über die Schneetauglichkeit Monschaus, Fahrtenbeschreibungen und Wanderungen. Als am 26. März 1949 die Ortsgruppe einen neuen Anfang im Haus Troisdorff machte, wurde Scheibler zum Vorsitzenden ernannt. Dieses Amt hatte er bis 1959 inne und war stellvertretender Vorsitzender bis zu seinem Tode im Januar 1965. „Ich freue mich sehr, dass mit dieser Gedenktafel an meinen Großonkel, den Ehrenbürger der Stadt Monschau und Ehrenmitglied des Eifelvereins, erinnert wird”, sagte Zimmermann.

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