Eifel macht mobil: Ladesäulen in Roetgen, Monschau und Simmerath

Die Eifel macht mobil : Ladesäuleninfrastruktur wird ausgebaut

Die Eifel macht mobil. In den kommenden Tagen wird das Angebot an Ladesäulen für Elektroautos in der Gemeinde Roetgen erweitert. Fünf weitere Standorte sind geplant. Das war jetzt im Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschuss noch einmal Thema.

Bereits im Dezember hatte der Gemeinderat beschlossen, fünf weitere Ladesäulen in Roetgen zu errichten. Bislang gibt es nur eine funktionstüchtige Ladesäule unmittelbar vor dem Rathaus.

Vorgesehen ist jetzt, auf dem Parkplatz am Feuerwehrgerätehaus in Roetgen, auf dem Schleebachparkplatz und dem Rathausparkplatz, auf dem Parkstreifen an der Bundesstraße zwischen Postweg und Wintergrünstraße sowie auf dem Wanderparkplatz an der Landesstraße 238 vor dem Ortseingang Rott weitere Ladesäulen zu errichten.

Das solle in den nächsten sechs bis acht Wochen geschehen, teilte Charlotte Berks von der Gemeinde mit. Genutzt werden könnten die Ladesäulen dann nach den Sommerferien. Betreiber ist die EWV.

Die Kosten würden von dem Unternehmen übernommen, das dafür eine Förderung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur erhalten habe. Das hatte Roetgens Bürgermeister Jorma Klauss bereits Ende vergangenen Jahres mitgeteilt. Im laufenden Betrieb werden lediglich „jährlich 2232 Euro bis Vertragsende auf die Gemeinde zukommen“, sagte Berks.

Eine Säule hat zwei Ladepunkte, die jeweils mit 22 Kilowatt Leistung vorsorgt sind. An einer Ladesäule können also gleichzeitig zwei Fahrzeuge geladen werden. Wie lange ein Ladevorgang dauere, könne man pauschal nicht sagen. „Das hängt unter anderem vom Akku des Autos und der Topographie, aber auch von der Fahrweise ab“, erklärt Josef Schulteis, der bei der EWV für den Ausbau der Ladeinfrastruktur zuständig ist. Normalerweise könne man in einer Stunde etwa 60 bis 70 Prozent des Akkus aufladen.

Bei der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschusses in der Gemeinde Roetgen ging es auch darum, dass die Gemeinde sich nun vermehrt mit ansässigen Unternehmen austauschen wolle, um ihnen auch Fördermöglichkeiten aufzuzeigen.

„Solche Ladesäulen sind nicht nur wichtig für den Tourismus, sondern vor allem für unsere Bürger“, sagt Berks. Man wolle das Thema der Ladesäuleninfrastruktur weiter aktiv verfolgen und nachhaltig an der Energiewende teilnehmen.

In der Gemeinde Simmerath gibt es bereits vier funktionierende Ladesäulen. In Simmerath selbst am Rathausplatz und In den Bremen sowie in Einruhr und Rurberg. Fünf weitere Ladestationen stehen auch hier kurz vor der Inbetriebnahme: In Lammersdorf auf dem Parkplatz neben der Kirche, in Strauch an der Monschauer Straße, in Eicherscheid auf dem Parkplatz gegenüber des Autohauses an der Bachstraße, in Kesternich auf dem Parkplatz an der Kirche und am Hövelchesweg in Woffelsbach. Auch hier bieten die Stationen je zwei Mal 22 Kilowatt. Betrieben werden die Ladesäulen von den Energieversorgern Stawag und EWV.

In Monschau gibt es zur Zeit vier Ladestationen. Die Schnellladestation am Autohaus Kirch war die erste ihrer Art in der Städteregion. Weitere Schnellladestationen befinden sich am Parkplatz Burgau sowie am Monschauer Rathaus. Eine normale Elektroladesäule befindet sich am Handwerker Innovationszentrum (Himo) in Imgenbroich. Im Rahmen des Projektes „Elektroladestationen in der Städteregion“ sind noch zwei weitere Säulen geplant.

Für die gesamte Städteregion gibt es von der EWV in der nächsten Zeit 35 neue Ladesäulen für Elektroautos. „Davon entfallen zwölf Stück auf die Eifel“, sagt Yvonne Rollesbroich, Sprecherin von EWV. Kostenpunkt für eine Säule: „Rund 10.000 Euro“, sagt Schulteis.

Mehr von Aachener Nachrichten