Nordeifel: Eifel ist laut Tourismusbarometer Zufriedenheitsgarant

Nordeifel : Eifel ist laut Tourismusbarometer Zufriedenheitsgarant

Die Tourismusbranche im Rheinland hat mit 28,5 Millionen Übernachtungen im Jahr 2017 einen maßgeblichen Marktanteil von 55,3 Prozent aller gewerblichen Übernachtungen Nordrhein-Westfalens erzielt.

Das geht aus dem gemeinsamen „Tourismusbarometer“ hervor, das die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen mit den weiteren IHKs im Rheinland vor kurzem in einer zweiten Auflage veröffentlicht hat. Die Kammern appellieren daher an die Landesregierung, den eingeschlagenen Weg des Bürokratieabbaus weiterzugehen: „Die Entfesselungspakete sind ein wichtiger erster Schritt zur Entbürokratisierung des Gastgewerbes und der Wirtschaft allgemein“, sagt Fritz Rötting, Geschäftsführer der IHK Aachen.

Neben der Bürokratie bei den Kommunen und beim Land Nordrhein-Westfalen kritisieren die Kammern auch die Belastungen des Gastgewerbes durch die eingeführte Beherbergungssteuer. „Kommunen, die eine ‚Bettensteuer‘ erheben, sollten sie deshalb so schnell wie möglich wieder abschaffen“, sagt Rötting. Zudem sei die Branche mit der Digitalisierung, der Unternehmensnachfolge und dem Fachkräftemangel mit weiteren Herausforderungen konfrontiert.

Ungeachtet dessen hat der Tourismus in ganz NRW 2017 ein Rekordjahr verbucht. Das Reisegebiet „Eifel und Region Aachen“ erlebte dabei eine Steigerung der Übernachtungszahlen um 4,5 Prozent. Beim Vergleich der Gästezufriedenheit übertraf die Eifel mit einem Wert von 83,5 Punkten den Bundesdurchschnitt von 82,8 und den NRW-Durchschnitt von 79,2. „Dieser Wert ist das Ergebnis einer systematischen Qualitätsarbeit der Betriebe“, sagt Rötting. „Es zeigt sich, dass Betriebe mit Qualitätssiegel in Bewertungsportalen besser abschneiden.“

Alle acht touristischen Regionen des Rheinlands verbuchten 2017 eine positive Übernachtungsbilanz gegenüber dem Vergleichsjahr 2012. Die Steigerung von 4,3 Prozent lag über dem Landes- und dem Bundesdurchschnitt — beeinflusst von Entwicklungen auf internationaler Ebene, aber auch vom sogenannten MICE-Markt mit Veranstaltungen etwa der UN-Klimakonferenz. Auch der „Incoming-Tourismus“ um Reisende aus dem Ausland ist für die Betriebe im Rheinland weiterhin von hoher Bedeutung. Kommen bundesweit etwa 18 Prozent der Gäste aus dem Ausland, so sind es im Rheinland 27 Prozent, in den großen Städten des Rheinlands sogar bis zu 40 Prozent. Das Gastgewerbe des gesamten Rheinlands kam 2017 auf 106.513 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte — gleichbedeutend mit einem Plus von 14,3 Prozent seit 2014 — und 110.958 geringfügig Beschäftigte, ein Plus von 3,9 Prozent seit 2014.

„Der Tourismus ist ein entscheidender Wachstums-Treiber für das Land Nordrhein-Westfalen“, sagt Christoph Dammermann, Staatssekretär im NRW-Wirtschaftsministerium: „Seit Mai erarbeiten wir eine neue Tourismusstrategie, in der wir uns dem großen Einfluss der Digitalisierung und des internationalen Wettbewerbs um die Gäste widmen.“

Das „Tourismusbarometer Rheinland 2018“ ist ein Gemeinschaftswerk der „IHK-Initiative Rheinland“ um die Industrie- und Handelskammern Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Düsseldorf, Duisburg/Wesel/Kleve, Köln, Mittlerer Niederrhein und Wuppertal-Solingen-Remscheid und der „IHK für Essen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen zu Essen“.

Die gesamte Analyse ist unter www.aachen.ihk.de/tourismusbarometer zu finden.