Eicherscheid: Eicherscheider Pfarrheim hat wieder Zukunft

Eicherscheid: Eicherscheider Pfarrheim hat wieder Zukunft

Der Mönchengladbacher Heribert Lennartz wirkte von 1979 bis 1995 als Pastor an Eicherscheids Pfarre Sankt Lucia und zudem als Dechant des Dekanats Simmerath. In seine Amtszeit fielen umfangreiche Investitionen ins Gotteshaus St. Lucia, so etwa die Neugestaltung des Altarraumes, diverse Restaurierungsmaßnahmen und sakrale Anschaffungen.

Sein Lebenswerk aber war die Errichtung des Eicherscheider Pfarrheims.Sein Lebenswerk aber war die Errichtung des Eicherscheider Pfarrheims.

Vor rund fünf Jahren zeigte sein Vermächtnis in mehrfacher Hinsicht Risse. Zwei Jahrzehnte Eifelwind und —wetter hatten ihre Spuren hinterlassen; im Innern des Hauses und im Außenbereich standen dringende Sanierungsarbeiten und Modernisierungen auf der Dringlichkeitsliste.

Doch wer sollte das in Zeiten knapper öffentlicher Gelder alles bezahlen? Im Konzept des damaligen Fördervereins-Vorstandes nahmen soziale Projekte breiten Raum ein. Im Sinne Lennartz wären jedoch pragmatische „Macher“ und der Einsatz gestandener Fachleute „vom Bau“ vonnöten gewesen, um eine akut drohende Dauer-Finanzkrise und Mängel des Fachwerkschmuckstückes abzuwenden. Dies gelang einer Vorstandsmannschaft um Wilfried Huppertz trefflich — das Pfarrheim hat wieder Zukunft! Dies wurde jetzt im Rahmen der dort gehaltenen Generalversammlung deutlich. Vorsitzender Huppertz und sein Kollegium erhielten bei der Neuwahl des Führungsgremiums erneut das Vertrauen eines guten Dutzends stimmberechtigter Mitglieder.

Die bisherige Führungsequipe des Fördervereins — neben dem Vorsitzenden Huppertz dessen Vertreter Otto Jungblut, Kassierer Host Schmitz, Schriftführer Hubert Förster (in Abwesenheit nominiert und gewählt) sowie Beisitzer Winfried Rüttgers — sah sich durch das Votum der Anwesenden in der bisherigen Arbeit bestätigt. Deren oberstes Ziel lautet: Die Zukunft des Pfarrheims mit Sachverstand und sinnvoll eingesetztem Kapital der Vereinsmitglieder sichern!

Und da sind die „Macher“ auf gutem Weg. Schon aus dem Protokoll der Vorjahres-Hauptversammlung, von Otto Jungblut vorgetragen, ging hervor, dass sämtliche Reparatur- und Instandhaltungs-Maßnahmen „in enger Abstimmung und Harmonie mit dem Kirchenvorstand realisiert wurden“.

Kassierer Horst Schmitz gab einen beruhigenden Finanzüberschuss bekannt, obwohl die Erneuerung der Pfarrheim-Bestuhlung spürbar zu Buche schlug. Das Kassenprüfer-Duo Herbert Schröder/Ludwig Siebertz befand die Buchführung des Schatzmeisters Schmitz als „ohne die kleinste Beanstandung“. Das neue Revisoren-Gespann wird von Herbert Schröder und Thomas Förster gebildet. Die Vorstandwahlen vollzogen sich unter Leitung von Ludwig Siebertz.

Der Vorsitzende wies in seiner Bilanz darauf hin, der Förderverein sei mit seinen mehr als hundert Angehörigen „klein aber effektiv“. Das Pfarrheim müsse im Erdgeschoss saniert werden, unter der Woche sei es in Kinderhänden, von Yoga-Kursen belegt und diene als Proberaum für Vereine. Es gelte, Sicherheit und Komfort der Nutzer zu mehren. Das Untergeschoss benötige eine stabile Außenwand und einen neuen Bodenbelag. „Blinde“ Fenster bedurften der Erneuerung. Es heiße, so Vorsitzender Huppertz, „ein ganzes Paket Sanierungsmaßnahmen zu schnüren, um das Pfarrheim auch künftig lebendig zu erhalten“. Zu den positiven Veranstaltungen zähle zweifelsohne der bevorstehende, ins Dorfgeschehen integrierte Luciamarkt (7. Dezember). Aus Sicherheitsgründen, ergänzte der Sprecher, sei „wo Kinder, wie im Pfarrheim, spielen, eine Außentreppe zu installieren“.

Rolf Baumgarten vom Kirchenvorstand konstatierte: „Das Bistum ist uns und unseren Aktivitäten gut gesonnen. Wir dürfen mit fünfstelligen Zuschüssen zu unseren geplanten Arbeiten rechnen. Architekt Michael Rick von der bischöflichen Verwaltung ist uns ein vertrauenswürdiger Partner!“

Wilfried Huppertz dankte in einem Schlusswort seinem Vorstandkollegium für die konstruktive Zusammenarbeit.

(M. S.)
Mehr von Aachener Nachrichten