Eicherscheid reist nach Gerderath, Roetgen erwartet Dremmen

Fußball-Bezirksliga : Die Chance für die zweite Reihe

Möglicherweise wird der Bus nicht ganz voll werden. Mit einigen Personalsorgen reist Germania Eicherscheid nach Gerderath. Trainer Marco Kraß setzt nun darauf, „dass ist jetzt die Chance der Spieler, die so ein bisschen hintendran stehen. Ich hoffe, sie präsentieren sich für weitere Einsätze“.

„Blut geleckt“ haben derweil die Jungs des FC Roetgen. Nach dem klaren Erfolg in Vaalserquartier will man nun auch dem Heimpublikum einen freundlichen Sonntagnachmittag bereiten.

Wahrscheinlich waren die Steine, die nach dem 5:0-Sieg des FC Roetgen in Vaalserquartier fielen, auch noch in Roetgen zu hören. FC-Trainer Philipp Dunkel räumte jedenfalls ein, „es wurde ja von Woche zu Woche kniffliger, diese negative Serie zu durchbrechen“. Es ist geschafft – und vielmehr freute sich der Coach auch darüber, „dass wir uns nicht nur mit den Punkten sondern auch mit einem guten Spiel belohnt haben“.

Er sah seine Mannschaft so, wie er das auch am kommenden Sonntag gegen den TuS Rheinland Dremmen wahrnehmen will. „Weite Teile der Begegnung hat meine Mannschaft sehr konzentriert gespielt“. Auswärtstreten die „13er“ offenbar deutlich stärker als zuletzt im eigenen Stadion auf. Das soll und muss sich am Sonntag ändern. Da wird der Trainer seine Jungs auffordern, nicht nur Fußball spielen zu wollen.

Gegen Dremmen wird man nur bestehen, „wenn man den körperbetonten Einsatz annimmt“. Philipp Dunkel skizziert den Gegner so: „Die Dremmener haben sehr robuste Spieler in ihren Reihen“. In der abgelaufenen Saison reichte es nur zu zwei Unentschieden für den FC. Dunkel: „Wir wollen jetzt durchstarten und viele Punkte einfahren“. Er sagt das im Wissen, „die Qualität haben wir. Wir müssen sie nun aber auch in vollem Umfang abrufen“.

Ist es eine Art „Angst“, Tabellenführer zu werden? Über eine solche Frage lacht Germania Eicherscheids Trainer Marco Kraß nur. „Nein, natürlich nicht. Wir machen ja genügend gute Spiele, unabhängig vom Tabellenstand“, kontert der Coach und zieht die Beispiele gegen Haaren und Roetgen heran. Vergangenen Sonntag hätte man an die Spitze der Liga klimmen können. Aber heraus kam eine 0:1-Niederlage gegen Alemannia Mariadorf.

An der Bachstraße, wo schon andere Spitzenteams den Bach heruntergeflossen und punktlos wieder aus Eicherscheid abgereist sind. Marco Kraß, er nahm in dieser Woche an einer Trainer-Weiterbildung in der Hennefer Sportschule teil, machte nach der Mariadorfer Niederlage und vor der Reise nach Gerderath seinen Jungs „überhaupt keine Vorwürfe“. Dazu sah er keinerlei Anlässe. „Wir hatten drei Riesenmöglichkeiten in Führung zu gehen. Wäre da nur ein Treffer gefallen hätte das Spiel einen anderen Verlauf genommen“, ist er weiterhin von den Qualitäten seines Teams durch und durch überzeugt.

Für den Trip zu Sparta Gerderath empfiehlt der Coach, seine Spieler mögen sich am Beispiel Helpenstein orientieren. Da hatte man 0:1 verloren. „Ich hoffe, dass ist uns allen Mahnung genug“, erwartet Marco Kraß „einen tief stehenden Gegner“. Kraß: „Da darf man nicht zu statisch auftreten“.

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